1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Dornbusch

Gegen eine Betonwüste vor dem Haus Dornbusch

Erstellt:

Von: Judith Dietermann

Kommentare

Von 2011 stammen die Planungen, die nun auf Wunsch der Mehrheit im Ortsbeirat überarbeitet werden sollen.
Von 2011 stammen die Planungen, die nun auf Wunsch der Mehrheit im Ortsbeirat überarbeitet werden sollen. © N.n.

Damit der Platz vor dem Haus Dornbusch keine Betonwüste wird, sollen die Pläne für die Umgestaltung rechtzeitig überarbeitet werden. Dafür setzt sich der Ortsbeirat ein.

Ob der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend oder der Riedberg-Platz – auf beiden Flächen dominiert das graue Pflaster, Bäume oder andere Bepflanzung gibt es dort wenig. Daher sollen die beiden zentralen Standorte umgestaltet werden. Im Ostend wurde bereits begonnen. Damit dies nicht auch beim Platz vor dem Haus Dornbusch nötig ist, sollten die bereits seit zehn Jahren bestehenden Planungen korrigiert und der Platz klimaangepasst gestaltet wird. Das fordert der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Das Gremium verabschiedete in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich einen Antrag von Grünen, SPD und Linken.

Dem ging eine kontroverse Diskussion voraus. Bedenken äußerte erst die CDU-Fraktion. „Wenn die bestehenden Pläne noch einmal überarbeitet werden, fürchten wir, dass es zu weiteren Verzögerungen bis zur Realisierung kommt“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Heidenreich.

Angela Rühle, Fraktionsvorsitzende der Grünen, würde dies in Kauf nehmen. „Wir wollen die bestehende Planung so nicht haben“, machte sie deutlich. Daher setze sie sich für eine dringend notwendige Aktualisierung ein. „Es wird vom Magistrat eine neue Leitlinie für die klimagerechte Gestaltung von Plätzen erarbeitet, an denen sich die Umgestaltung des Riedberg- und des Paul-Arnsberg-Platzes orientiert. Das sollte auch für den Dornbusch bedacht werden“, sagte Fraktionskollege Ingo Sturm.

Christoph Heidenreich (CDU) und seine Kollegen schlugen vor, den Antrag etwas offener zu formulieren. Zumindest die Beteiligung der Öffentlichkeit und das angestrebte Wettbewerbsverfahren könnte man doch streichen, sagte Heidenreich.

Rühle betonte, insbesondere die Beteiligung der Öffentlichkeit sei bei der Aktualisierung der Pläne nötig. Die bestehenden Planungen seien „alles andere als klimagerecht“, statt einer Begründung würde der Platz demnach „sehr zugepflastert“. Eben so, wie es auf dem Riedberg und im Ostend gemacht wurde. „Wir dürfen nicht die gleichen Fehler noch einmal machen“, sagte sie.

Überzeugen konnte sie damit die CDU-Fraktion trotzdem nicht, ebenso wenig wie Thomas Budenz (BFF), der sich ebenfalls gegen den Antrag aussprach. Zustimmung gab es derweil von der FDP, die nur einen kleinen Änderungsvorschlag hatte: „Nicht zu einem geeigneten Zeitpunkt, sondern möglichst frühzeitig sollten die überarbeiteten Planungen auch dem Ortsbeirat vorgestellt werden“, sagte Ingrid Häußler.

Auch interessant

Kommentare