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Chaos auf dem Kirschwald-Parkplatz

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Von: Judith Dietermann

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Jeden Morgen herrscht das Chaos auf dem Parkplatz zwischen Kirchwaldstraße und Jean-Monnet-Straße. Elterntaxis stehen Schlange, Kinder versuchen zu Fuß oder per Rad zur Waldorfschule zu gelangen. Der Ortsbeirat war vor Ort und fordert nun, das Gelände besser abzusichern.

Morgens, um 7.45 Uhr, herrscht auf dem Parkplatz zwischen Kirschwaldstraße und Jean-Monnet-Straße Ausnahmezustand. Autos stehen Schlange, es wird gehupt und geschimpft. Auf dem kleinen Gehweg im Norden des Areals sind Schüler:innen zu Fuß und auf Rädern unterwegs Richtung Waldorfschule.

„So ist das jeden Morgen. Chaotisch und gefährlich“, sagt ein Schüler. Er und seine Schulkameraden waren vor einigen Wochen aktiv geworden und hatten den hinteren Teil, das Areal zum Radweg, mit Flatterband abgesperrt, um das Risiko zu verringern. Zudem hatten sie Hilfe im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) gesucht. Dieser organisierte einen Ortstermin mit der Leitung der Waldorfschule und den Jugendlichen.

Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) sei „sofort klar gewesen“, dass auf dem Gelände etwas getan werden müsse. Etwa einen Parkplatz abtrennen und als Wendehammer nutzen. Denn der für solche Manöver bereits vorhandene Abschnitt sei stets zugeparkt. So hatte es die CDU bereits in einem entsprechenden Antrag formuliert.

Unabhängig davon hat Hesse Kontakt zum Straßenverkehrsamt aufgenommen. Mit einem ernüchternden Ergebnis. „Man war dort nicht begeistert von unserem Vorschlag, da man das An- und Abfahren der Elterntaxis durch solch einen Wendehammer nicht noch flüssiger gestalten wolle“, berichtet der Ortsvorsteher. Zumindest den Fuß- und Radweg müsse man doch absichern können, meint er. „Damit die Autos nicht mit der Schnauze zwischen die Füße der Kinder fahren“, sagt er. Die Reaktion der Stadt habe gezeigt, dass der Antrag der CDU nicht ausreiche.

Daher haben sich die Fraktionen von Grünen, CDU, SPD, FDP und BFF im Ortsbeirat zusammengetan und einen gemeinsamen Antrag für die Sitzung am Donnerstag formuliert. Darin bitten sie den Magistrat, den am nördlichen Ende des Kirschwaldstraßen-Parkplatzes befindlichen Zugang zur Freien Waldorfschule in der Friedlebenstraße abzusichern.

Laut Manfred Höfken (SPD) versuche die Schulleitung bereits, an die Eltern zu appellieren, die Kinder nur im Notfall mit dem Auto zu bringen. Dass das aber nicht ausreiche, habe der morgendliche Ortstermin gezeigt. „Es ist ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren. In diesem Falle gibt es Lösungen. Sie müssen nur umgesetzt werden“, sieht Höfken nun die Stadt am Zug. jdi

Der Ortsbeirat 9 tagt am Donnerstag, 2. Juni, um 19.30 Uhr im Saal der Andreasgemeinde, Kirchhainer Straße 2.

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