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Bänke statt Autos und Container

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Von: Judith Dietermann

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Im Dornbusch fehlt ein zentraler Platz als Ort der Begegnung. Die Pläne für die Umgestaltung des Areals vor dem Haus Dornbusch liegen seit längerem auf Eis. Alternative diskutiert wird derzeit die Fläche vor der Dornbuschkirche.
Im Dornbusch fehlt ein zentraler Platz als Ort der Begegnung. Die Pläne für die Umgestaltung des Areals vor dem Haus Dornbusch liegen seit längerem auf Eis. Alternative diskutiert wird derzeit die Fläche vor der Dornbuschkirche. © christoph boeckheler*

Die Stadt begrüßt den Vorschlag, eine Planungswerkstatt für einen neuen Platz im Dornbusch zu initiieren. Derzeit fehle aber Geld – allerdings seien kurzfristig kleinere Maßnahmen umgesetzt werden.

Fragt man die Menschen am Dornbusch, was ihnen fehlt, dann bekommt man oft die gleiche Antwort: ein zentraler Platz als Ort der Begegnung. Nachdem die Pläne für die Umgestaltung des Platzes vor dem Haus Dornbusch seit längerem auf Eis liegen, wird seit rund einem Jahr eine Alternative diskutiert: die Fläche vor der Dornbuschkirche in der Mierendorffstraße. Dort, wo sich derzeit Parkplätze befinden und Container stehen. Sogar eine Initiative, mit dem passenden Namen „Wir machen Platz“ hat sich gegründet. Auch den Ortsbeirat 9 bewegt das Thema. Vor allem, weil sich die Stadtteilpolitiker:innen mehr Ordnung auf dem Areal wünschen.

Eine Planungswerkstatt wäre deshalb ein erster und wichtiger Schritt meinten Grüne und SPD und formulierten einen entsprechenden Antrag. Den die Mehrheit des Ortsbeirates unterstützte -- CDU, FDP und BFF enthielten sich. Gemeinsam mit den Bürger:innen sollten Fragen wie Gestaltung und Nutzung des Raumes sowie eine veränderte Parkraumordnung und Verkehrsführung diskutierte werden.

Positiv hat der Magistrat jetzt auf diesen Vorschlag reagiert. Aus städtebaulicher Sicht sei die Fläche durchaus geeignet, um sie zu einem öffentlichen Platz mit Aufenthaltsqualität umzugestalten. Aber: Eine größere Umplanung des Areals zwischen Dornbuschkirche und Wöhlerschule könne nur langfristig in Aussicht gestellt werden.

Die Neugestaltung von Plätzen werde im Rahmen des Investitionsprogrammes „Schöneres Frankfurt“ koordiniert. Da bereits im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt würden, sei eine Umgestaltung des Platzes vor der Dornbuschkirche nicht möglich. Die angeregte Planungswerkstatt werde vom Magistrat unterstützt, sobald die entsprechenden finanziellen und personellen Kapazitäten für eine Realisierung vorhanden seien, heißt es weiter.

Aktuell seien in der Mierendorffstraße, zwischen Kirche und Schule, zahlreiche Parkplätze vorhanden. Eine Umgestaltung der Fläche erfordere alleine schon deshalb ein tragfähiges Konzept für den dortigen ruhenden und fließenden Verkehr. Dabei müsse die Baustruktur des Umfeldes – dort gibt es hauptsächlich Mehrfamilien- und Reihenhäuser ohne eigenen Stellplatz – berücksichtigt werden.

Kurzfristiges Grün geplant

Um vor der künftigen Umgestaltung der Fläche die Situation kurzfristige zu verbessern, habe sich der Magistrat vor knapp einem Jahr im Rahmen eines Ortstermines zudem ämterübergreifend auf Vorabmaßnahmen verständigt, die sich derzeit in der Umsetzung befänden. So werde ein etwa drei Meter breiter Grünstreifen mit drei Bäumen zwischen der Kirche und dem davorliegenden Parkstreifen geprüft. Im Vorfeld dazu sei allerdings noch eine sogenannte Suchschachtung nötig, bei der Leitungen lokalisiert werden. So wird festgestellt, wo mögliche Versorgungsstrassen verlaufen. Wichtig ist dies wegen des Wurzelwerks der geplanten Bäume.

Zudem bietet der Magistrat dem Ortsbeirat an, die Anzahl der Parkplätze auf der Fläche zu reduzieren. So dass an der Dornbuschkirche eine freie Fläche entstehen kann. Dort könnten dann Bänke zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität beitragen – derzeit kann lediglich auf der kleinen Mauer neben der Kirchenwiese gesessen werden.

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