Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Raketen hinterlassen Rauchstreifen am Nachthimmel zwischen Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen und Israel. Der Nahost-Konflikt hat sich kürzlich stark verschärft.
+
Raketen hinterlassen Rauchstreifen am Nachthimmel zwischen Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen und Israel. Der Nahost-Konflikt hat sich kürzlich stark verschärft.

Frankfurt

Ditib verurteilt antisemitische Vorfälle

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
    schließen

Der Islamverband in Hessen ruft seine Mitglieder dazu auf, hasserfüllten Versammlungen wie der „Nakba-Demonstration“ fern zu bleiben.

Am Donnerstag, dem ersten Tag des Ramadanfests, hat die Ditib Hessen eine Rundmail an alle Gemeinden im Landesverband geschickt. Darin werden die Mitglieder der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion aufgerufen, sich von hasserfüllten Menschenansammlungen fernzuhalten, die das friedliche Zusammenleben im Land gefährden.

Das galt insbesondere für die am Samstag in Frankfurt geplante „Nakba-Demonstration“, die mittlerweile von der Stadt Frankfurt verboten wurde. In einem Pressestatement hat der islamische Verband die antisemitischen Vorfälle und Angriffe auf Synagogen, jüdische Symbole und Gedenkstätten in Düsseldorf, Münster, Bonn und Gelsenkirchen aufs Schärfste verurteilt und sich mit der jüdischen Gemeinde solidarisiert.

„Mit großer Besorgnis beobachtet die Islamische Religionsgemeinschaft Ditib Hessen, wie die Eskalation des palästinensisch-israelischen Konflikts missbraucht wird, um das emotional-spirituelle Empfinden der muslimischen Gläubigen in Deutschland zu instrumentalisieren“, heißt es darin. Denjenigen, die die tragischen Geschehnisse instrumentalisierten, sei gesagt, dass sie sich auf ferne Abwege der prophetischen Tradition verirrt hätten. „Antisemitismus hat wie jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft und keinen Platz in unseren Reihen.“

Das Referat für Gesellschaft und Dialog der Ditib werde weiterhin mit aufklärenden und präventiven Bildungsangeboten antisemitischen Narrativen entgegenwirken. Einen direkten Kontakt mit der jüdischen Gemeinde habe es vor der Demonstration aber noch nicht gegeben, sagte Akdeniz. Es bestehe aber mittelbarer Kontakt durch den Rat der Religionen.

„Unser islamisches Menschen- und Gottesbild verpflichtet uns zur Achtung der unveräußerlichen Menschenwürde“, betont die Ditib. Das gesellschaftliche wie religiöse Selbstverständnis verpflichte Muslime zur Achtung der Geschöpfe Gottes unabhängig ihrer religiösen, ethnischen, sprachlichen und kulturellen Identitäten. Zudem gehe es darum, Frieden auf der Erde und in der Gesellschaft zu stiften.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare