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Frankfurt

Distance-Controller und Zitrone im Brot

  • Clemens Dörrenberg
    vonClemens Dörrenberg
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Nachwuchsforscher präsentieren beim „Jugend forscht“-Wettbewerb originelle Ideen.

Der Erforschung des Erlenbachs hat sich David Mittag schon seit fast fünf Jahren verschrieben. Von der Quelle im Taunus bis zur Mündung in die Nidda hat der 18-jährige Gymnasiast, zuletzt unter dem Titel „Erlenbach-Screening“, den Bach auf dessen Wasserqualität hin untersucht. So hat sich der Schüler des Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasiums beim diesjährigen „Regionalwettbewerb Rhein-Main West“ von „Jugend forscht“ für den hessischen Ausscheid qualifiziert.

Angler sei er nicht, sagt Mittag, der schon dreimal bei „Jugend forscht“ mitgemacht hat, am Samstag bei einer Onlinepressekonferenz. Sein Lehrer habe sein Interesse geweckt. „Bis zur Kläranlage bei Ober-Erlenbach ist er ein stabiles Gewässerökosystem.“

Trotz „Selbstreinigungskraft“ des Bachs verschlechtere sich die Qualität durch das Klärwerk, was der Schüler in Kooperation mit Naturschutzbehörden sowie anhand von zehn Messstellen im „Ober-, Mittellauf und Unterlauf“ untersucht hat, die er regelmäßig mit dem Fahrrad angesteuert habe oder zu Fuß „abgewandert“ sei.

Zwangloser Austausch fehlt

Die Hälfte von insgesamt 26 eingereichten Projekten des regionalen Nachwuchsforscher-Wettbewerbs schickte eine Jury in die nächste Runde, die Ende März stattfinden wird. Aus Frankfurt erhielt die Freie Christliche Schule für das Thema „Zufallszahlen generieren und testen“ eine Siegprämie von 75 Euro.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie präsentierten die 37 Jugendlichen der Jury ihre Arbeiten per Videokonferenz. Jurymitglied Udo Müller-Nehler von der Provadis-Hochschule, die erstmals die Patenschaft für den Wettbewerb übernommen hat, sagte: „Ich bin begeistert, wie hoch teilweise das Level war.“ Zu den Besonderheiten des Wettbewerbs in Corona-Zeiten merkte Willem Warnecke, „Patenbeauftragter“ der Senckenberg-Gesellschaft Naturforschung, an, „vor allem der zwanglose Austausch unter den Nachwuchsforschenden fehlte“.

Den hatten drei Schülerinnen des Oberurseler Gymnasiums zumindest untereinander. Einen „Distance-Controller“ haben die Neunt- und Achtklässlerinnen entwickelt. „Er sendet akustische oder visuelle Signale, wenn die Corona-Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden“, erläutert die 13-jährige Jana Schlotman. Auf dem Pausenhof sei er mit Mitschüler:innen getestet worden, ergänzt die gleichaltrige Emilie Borrmann.

„Nach Corona könnte er als Orientierungshilfe für Blinde genutzt werden“, schlug Katharina Endres vor. Dieser Vorschlag sei von einem blinden Bekannten „total begeistert“ aufgenommen worden, fügte die 15-Jährige hinzu.

Mit selbst gebackenem Brot, in das er Kaffee und Zitrone mischte, erforschte der zwölfjährige Mika Lorenz von der Geschwister-Scholl-Schule in Rodgau die Geschmäcker von Bekannten und Verwandten. 52 Proband:innen stellte er Boxen mit den verschieden gewürzten Brotscheiben vor die Tür und fand Folgendes heraus: „Frauen schmecken besser als Männer“ und „Im Alter nimmt der Geschmack ab.“ Durch seine Großeltern, die „so gut wie alles essen“, sei er auf die Idee für sein Projekt gekommen.

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