Verkehr

Diskussion in Frankfurt: Für eine ökologische Verkehrswende

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn debattiert mit Fridays for Future, VCD, Radentscheid und BUND über die den Ausbau der A66 und A661.

Unter dem Motto „Wo bleibt die Verkehrswende?“ lädt das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn (AUA) zu einer Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion. Vertreten sind die Regionalgruppe Rhein-Main des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der BUND Frankfurt-Ost, der Radentscheid Frankfurt, die Bürgerinitiative Riederwald sowie Fridays for Future Frankfurt.

Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 19. Februar, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Bornheim, Clubraum 1, Arnsburger Straße 24.

Im ersten Teil informiert Volker Marx (AUA) über den aktuellen Stand des Autobahnbaus im Frankfurter Osten und im Rhein-Main-Gebiet. Rechtsanwalt Dirk Teßmer erläutert die Rechtslage und das Klageverfahren.

Im zweiten Teil diskutieren Teilnehmer zum Thema „Ausbau aller Autobahnen – wo bleibt die Verkehrswende?“. Auf dem Podium sitzen Mathias Biemann (VCD), Folkhart Funk, (BUND) Frankfurt-Ost, Friedhelm Ardelt-Theeck (AUA), Alexander Breit (Radentscheid), Rainer Frey (Bürgerinitiative Riederwald) und Lars Keller (Fridays for Future).

Wie das Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn feststellt, werden die Stickstoffdioxidwerte in Frankfurt an zahlreichen Straßen seit Jahren überschritten. Dies betrifft unter anderem die Straße Am Erlenbruch und die Friedberger Landstraße. An Hauptstraßen und Autobahnen ist die Lärm- und Schadstoffbelastung hoch. Durch den geplanten Autobahnausbau steige diese Belastung an, so das Bündnis. „Diese Umstände und die Klimakrise verlangen eine radikale Umkehr in der Verkehrspolitik und eine rasche ökologische Verkehrswende“, sagte der Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck.

Wie aus einer Verkehrsuntersuchung der Landesstraßenverwaltung Hessen Mobil hervorgeht, bewirkt der Ausbau der Autobahnen A66 und A661 zusätzlichen Verkehr im Frankfurter Osten. So werden durch den Riederwaldtunnel – nach der Fertigstellung voraussichtlich Ende 2029 – 110 000 Fahrzeuge am Tag fahren.

Auf der Friedberger Landstraße werden 12 000 Fahrzeuge am Tag zusätzlich erwartet; auf dem Ratsweg und der Saalburgallee 10 000 Fahrzeuge zusätzlich am Tag.

Die Autobahn A661 soll nach Plänen von Hessen Mobil abschnittsweise drei bis vier Spuren je Richtung erhalten, die Autobahnen A3 und A5 abschnittsweise vier bis fünf Spuren pro Richtung.

Derzeit sammelt das Bündnis Unterschriften gegen den Ausbau der Autobahnen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Wer unterschreibt, fordert den Stopp des Autobahnausbaus, den Schutz von Grünflächen, die Verkehrswende in Frankfurt sowie nachhaltige Verkehrskonzepte, die den Umweltverband gegenüber dem motorisierten Individualverkehr stärken.

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