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Eileen O’Sullivan und im Hintergrund Lennard Everwien, als noch galt, was heute nicht mehr gilt.
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Eileen O’Sullivan und im Hintergrund Lennard Everwien, als noch galt, was heute nicht mehr gilt.

RÖMERBRIEFE

Die Woche mit Volt

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Eine Partei tauscht ihr Spitzenpersonal aus. Na und? Man wird doch nochmal neu nachdenken dürfen. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: „Wir machen keine blöden Wortspiele, okay?“

Leppert: „Ach, bitte.“

Busch: „Aber nur eines.“

Leppert: „Einigen wir uns auf drei.“

Haben Sie es mitbekommen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik? Es gibt eine Volte bei Volt (Blödes Wortspiel, Nummer 1). Es geht um das Dezernat, das der Partei zusteht. Das volt-e (Blödes Wortspiel, Nummer 2) der Kreisvorsitzende Lennard Everwien übernehmen. Macht er jetzt aber doch nicht. Dafür soll Fraktionchefin Eileen O’Sullivan Digitaldezernentin werden. Die hatte zwar vor ein paar Wochen noch auf Twitter erklärt, dass sie genau das nicht machen wolle, und sie wisse gar nicht, wie wir Berichterstatter:innen aus dem Römer auf die Idee kommen, sie könne daran Interesse haben. Aber nun, gestern ist gestern, und heute ist ein neuer Tag.

Unzuverlässig? Ach Quatsch

Jetzt heißt es natürlich im Römer: Oh je, Volt, voll unzuverlässig und wankelmütig. Aber das ist etwas fies. Volt ist halt eine neue Partei,und da ändern sich die Dinge eben auch mal. Und das wird dann auch offen kommuniziert. Ist doch besser, man bekommt Antworten, die vielleicht wenig später nichts mehr wert sind, als dass es läuft wie am Wahlkampfstand der Grünen. Da kann man noch so oft nach möglichen Koalitionen fragen, man erfährt nie etwas, und am Ende gibt es immer irgendein Bündnis ohne die Linke. Oder der Oberbürgermeister. Fragen Sie Peter Feldmann mal, ob er 2024 wieder antritt. Da bekommen Sie gesagt, man möge sich ein Jahr vorher nochmal melden. Na, super, wir tragen es uns schon mal in den Kalender ein.

Bei Volt hingegen liefe das anders. Stellen wir uns mal vor, wir würden Eileen O’Sullivan Anfang der Woche fragen, ob sie sich auch vorstellen könnte, für das Amt der Oberbürgermeisterin zu kandidieren. Was würden wir dann wann von ihr hören...

Als Vollblutpolitikerin zum Erfolg

Montag: „Natürlich kann ich mir das vorstellen. Ich bin Vollblutpolitikerin. Der Erfolg meiner Partei und nicht zuletzt der Einzug in die Frankfurter Stadtregierung sind auch meinem Mut und unermüdlichem Engagement zu verdanken.“

Dienstag: „Weiß nicht, wo es herkommt, aber ich habe nicht vor, Oberbürgermeisterin zu werden. (Lachsmiley)“

Mittwoch: „Ich könnte mir vorstellen. Oberbürgermeisterin zu werden, wenn der Nico Wehnemann Bürgermeister wird und endlich die fiesen Witze über mich lässt.“

Donnerstag: „Der Wehnemann ist so blöd, der teilt über die Presse mit, dass er nicht Bürgermeister werden will, weil die Fahrbereitschaft für kommunale Spitzenpolitiker:innen um Mitternacht endet, und dann gehen seine illegalen Partys erst los.“

Freitag: „Lasst mich doch alle in Frieden.“

Samstag: „Ich werde nicht Oberbürgermeisterin. Ich beteilige mich an einem Buch. Die Frau Merkel schreibt nämlich was über 16 Jahre Deutschland. Da schreibe ich mit.“

Sonntag: „Kommando zurück, die Frau Merkel, die das Buch schreibt, ist ja gar nicht meine Fraktionssprecherin.“ (Blödes Wortspiel, Nummer 3)

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es in unserem Dossier Römerbriefe.

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