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Die süße Tradition im Ramadan

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Saliha „Sally“ Özcan mit dem Iftar-Calender, den sie in ihrem Onlineshop verkauft.
Saliha „Sally“ Özcan mit dem Iftar-Calender, den sie in ihrem Onlineshop verkauft. © Sallys Welt

Der Iftar-Kalender gehört mittlerweile für viele Musliminnen und Muslime zum Fastenmonat dazu. Die Frankfurter Erfinderin Nadia Doukali sucht für ihr Produkt einen Investor, um es in ganz Deutschland vermarkten zu können.

In ihrem Webshop ist der „Iftar-Calender“ schon längst ausverkauft. „Das letzte Paket hat die IIS Moschee in Frankfurt bekommen“, sagt Nadia Doukali. In 70 Rewe-Märkten im Rhein-Main-Gebiet sowie im Webshop der Youtuberin „Sallys Welt“ ist der Kalender mit der Dattelschokolade, die sich hinter 30 Türchen verbergen, zu haben.

Der Iftar-Kalender

Den Iftar-Kalender von Nadia Doukali gibt es in zwei Designvarianten. Er kostet 14,95 Euro. Die Kinder-Variante kostet 9,90 Euro.

Zu kaufen gibt es ihn in 70 Rewe-Märkten im Rhein-Main-Gebiet, unter anderem im My-Zeil Frankfurt. Außerdem bei www.sallys-shop.de

Weitere Informationen zu den Kalendern unter: www.maisonslilou.com tim

Doukali ist die Erfinderin des muslimischen Pendants zum christlichen Adventskalender für den Fastenmonat Ramadan, der 30 Tage dauert. Vor acht Jahren hat die Frankfurterin sich die ersten Gedanken darüber gemacht und zwei Jahre daran getüftelt, ein hochwertiges Produkt für die muslimische Community herauszubringen. Da in der muslimischen Welt das Fasten traditionell mit der Dattel und in einigen Ländern mit Milch gebrochen wird, wollte sie die beiden Produkte kombinieren. Herausgekommen ist eine Dattel, die von Schokolade umhüllt ist, Tradition in süßer Form sozusagen. Wichtig war ihr dabei von Anfang an, dass es halal ist, also auf alkoholische Lösemittel sowie Karmin verzichtet wird. Außerdem wird kein Palmöl und Gluten verwendet, und es ist alles handgemacht. „Viele haben mir geschrieben, dass es ihr Fasten verschönert hat und für sie dazugehört“, freut sich Doukali. Ihr sei es wichtig zu zeigen, dass es bei rund 4,5 Millionen Muslimen in Deutschland möglich sein muss, eigene Produkte für sich zu haben und somit Präsenz zu zeigen.

„Ich habe sogar eine Anfrage aus Frankreich bekommen“, berichtet Doukali. Aber das kann sie als Kleinunternehmerin nicht leisten. Sie sucht schon seit längerem einen Investor, der ihr Produkt vertreibt und vermarktet. In diesem Jahr hat sie unter der neuen Marke Maison Slilou 15 000 Kalender produzieren lassen. Dazu gibt es wie jedes Jahr ein neues Design. Ein blumiges Lila und ein blaues mit goldenen arabischen Buchstaben. Auf jedem der 30 Türchen steht ein religiöses arabisches Wort, das auf der Innenseite erklärt wird.

Es gibt je zehn Datteln mit Vollmilch-, mit veganer Edelbitter- und mit Karamellschokolade. „Ich hätte auch gerne nur einen veganen Kalender gemacht, aber dafür gibt es zu wenige, die das haben wollen“, sagt Doukali. Der Kinderkalender hat diesmal keine Datteln, „weil die das nicht so mögen“. Stattdessen gibt es Crisp-Schokolade und zusätzlich ein Puzzle. Als besondere Überraschung sind in diesem Jahr sogenannte 30 goldene Tickets enthalten, 20 davon sind im Kids-Kalender, zehn in den großen Iftar-Kalendern. Wer eines findet, gewinnt eine Ukulele (Kinder) oder eine Oud, eine Laute, die einen Wert von 270 Euro hat. Nadia Doukali lässt sich eben immer etwas besonderes einfallen.

Nadia Doukali ist die Erfinderin des Iftar-Calender.
Nadia Doukali ist die Erfinderin des Iftar-Calender. © peter-juelich.com

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