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Die Skyliners sammeln 270 000 Euro für ihr Schulprojekt „Basketball macht Schule“

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Von: Timur Tinç

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Die Kinder dieser Schul-AG haben mächtig Spaß den Basketball zu dribbeln.
Die Kinder dieser Schul-AG haben mächtig Spaß den Basketball zu dribbeln. © Fraport Skyliners/Sidjabat

Die Frankfurter Basketballer machen bei Benefizgala trotz sportlichen Abstieg Hoffnung auf den Bundesligaverbleib mit einer Wildcard. Sportdezernent Mike Josef (SPD) bereitet eine Magistratsvorlage für den Bau einer Multifunktionshalle am Standort Stadion vor.

Der Frankfurter Sportdezernent Mike Josef (SPD) hüpfte Seil im Gesellschaftshaus des Palmengarten. Der Arbeitsdirektor der Fraport, Michael Müller, trug Socken mit einem Basketballnetzmuster. Und fast alle Gäste waren in Turnschuhen zu Smoking oder Kleid gekommen. Letzteres ist Tradition bei der Benefizgala der Frankfurt Skyliners für ihr Schulprojekt „Basketball macht Schule“. Trotz des sportlichen Abstiegs, das wurde am Samstagabend deutlich, halten die jahrelangen Wegbegleiter der Skyliners ihnen die Treue. 92 AGs wurden eingesammelt. Die Einrichtung einer Schul-AG kostet rund 3000 Euro, macht also Einnahmen in Höhe von rund 270 000 Euro.

„Die Nachwuchsarbeit ist unser zweites Standbein“, sagte Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter der Skyliners. Trotz wirtschaftlicher Engpässe aufgrund der Corona-Situation habe die Einstellung der Jugendarbeit für ihn nie zur Debatte gestanden. Dank einer Wildcard, über die die Klubs der Basketball-Bundesliga (BBL) in dieser Woche entscheiden werden, könnten die Skyliners womöglich weiter erstklassig spielen. Diese Wildcard kostet zwar 700 000 Euro, aber ein Abstieg in zweite Liga würde bedeuten, dass das Budget „um weit über zwei Millionen Euro zusammencrashen würde. Deshalb werden wir es machen müssen“, sagte Wöbke.

Die Crespo-Stiftung spendet 20 AGs

Diese hoffnungsvolle Botschaft setzte auch den Ton für die Veranstaltung. Per Gong stiegen die Spendenwilligen auf die Bühne oder klingelten mit einem Glöckchen an ihren Tischen. „Es ist eine Frage der Ehre“, sagte Michael Müller vom Hauptsponsor Fraport, die 15 AGs beisteuerten. Die gleiche Anzahl kam von Trikotsponsor Wisag. Die meisten AGs kamen von der Crespo-Stiftung – 20 an der Zahl. Darunter zehn für die AG, die Tanzen und Basketball verbindet. „Über 40 Schulen haben sich im letzten Jahr gemeldet, als wir das zum ersten Mal angeboten haben“, erzählte Christiane Riedel, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Das Projekt habe großes Potenzial und zeige, dass Sport und Kultur gut zusammenpassten.

„Umso früher wir Kindern klarmachen, dass Bewegung cool ist, haben wir alle was gewonnen“, sagte Harald Bründlinger, Geschäftsleiter des eingetragenen Vereins der Skyliners. Im vergangenen Schuljahr mit rund 90 AGs gab es noch einige Einschränkungen wie bei den Gruppengrößen, ab dem kommenden Schuljahr, hofft er, das Angebot wieder vollumfänglich hochfahren zu können. „Kinder, die völlig unvoreingenommen sind, kommen zusammen, um Sport zu machen. Unsere Aufgabe ist es, sie so zu sozialisieren, dass es so bleibt“, sagte Sportdezernent Mike Josef.

Sportdezernent Mike Josef bereitet eine Magistratsvorlage für den Bau einer Halle am Stadion vor

Natürlich musste er auch etwas zum Thema Multifunktionshalle sagen, das diese Gala seit ihrer Premiere im Jahr 2011 begleitet. Er ist gerade dabei, eine Magistratsvorlage für den Standort P9 am Stadion von Eintracht Frankfurt zu erarbeiten. Für diesen Standort sieht er die größte Chance, um die Unterstützung aller Parteien der Römer-Koalition zu bekommen. „Ich bin weiter für den Kaiserlei“, sagte Bürgermeisterin Nargess-Eskandari Grünberg (Grüne) freimütig.

Eine Halle am Kaiserlei, wo die Skyliners nach einer gescheiterten Ausschreibung selbst bauen wollen, wurde jedoch von der Frankfurter SPD immer abgelehnt, weil sie den Flughafen als Standort bevorzugten. Davon hat aber auch die Fraport Abstand genommen. „The Dome“, die dort eine Halle bauen wollten, hatten angekündigt im Mai einen alternativen Standort im Frankfurter Umland vorstellen zu wollen.

„Die Eissporthalle und die Ballsporthalle sind in die Jahre gekommen. Das wird nicht mehr 15 bis 20 Jahre funktionieren“, sagte Josef. „Wir brauchen eine neue Halle in Frankfurt.“ Wenn alle an einem Strang ziehen würden, könnte man das flott hinbekommen. Frühestens Ende 2026.

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