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Die Planungsgesellschaft der RTW wirbt mit einer Plakatkampagne für das Schienenprojekt

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Von: George Grodensky

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Die Züge der RTW können auf beiden Systemen unterwegs sein: Auf Bahnstrecken, wie auf Stadtbahntrassen (U-Bahn). Monika Müller
Die Züge der RTW können auf beiden Systemen unterwegs sein: Auf Bahnstrecken, wie auf Stadtbahntrassen (U-Bahn). Monika Müller © Monika Müller

Alle sollen sehen, was das für ein tolles Projekt ist, wirbt Frankfurts Mobilitätsdezernent Stefan Majer für das Schienenprojekt. Voll im Zeitplan sei man, versichert RTW-Geschäftsführer Horst Amann.

Die Planungsgesellschaft der Regionaltangente West (RTW) hat am Dienstag ihre Kampagne „einfach außenrum“ vorgestellt. An rund 200 Standorten entlang der künftigen RTW-Strecke sollen in den kommenden Wochen Plakate zu sehen sein, zusätzlich zu Anzeigen und Beiträgen in sozialen Medien: helle blaue Flächen mit dunklen Piktogrammen in der Mitte und weißer Schrift am linken Rand, der RTW-Trasse nachempfunden.

Ein Exemplar haben RTW-Geschäftsführer Horst Amann und Frankfurts Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne) an der Stiftstraße enthüllt. Vor dem Sitz der Planungsgesellschaft. Davor, weil alle Planerinnen und Planer der Gesellschaft dabei sein sollen und drinnen zu wenig Platz ist. Das sind auch die Leitmotive. Erstens: Alle sollen zusehen. „Es gibt Projekte, über die wird seit Jahren geredet“, sagt Majer. Man gewöhne sich daran: „Da wird nur geplant, nichts passiert“

Jetzt passiere aber etwas, so Majer. Im Mai ist Spatenstich gewesen, die Bauarbeiten an den Bahnhöfen Stadion und Neu-Isenburg haben begonnen. „Wir müssen den Menschen zeigen, was das für ein tolles Projekt ist“, sagt Majer. Die perfekte Verbindung nämlich für Pendlerinnen und Pendler, „die sich nicht mehr in der Innenstadt knüllen müssen.“ Zweites Leitmotiv: Mehr Platz. Die RTW fährt außenrum, sie muss sich nicht durch den chronisch verstopften S-Bahntunnel in der Frankfurter Innenstadt zwängen.

Regionaltangente

Die 50 Kilometer lange Regionaltangente West (RTW) verbindet die Gemeinden im Westen Frankfurts und schafft neue Wege zum Flughafen Frankfurt. Sie entlastet damit den Hauptbahnhof und den City-Tunnel.

100 000 Menschen am Tag werden laut Prognosen die neue Strecke nutzen, das soll 30 Prozent mehr Fahrgäste als bislang auf die Schiene bringen. Ab 2028 könnten die Züge rollen, oder, an den 28 Haltestellen stoppen.

1,2 Milliarden Euro kostet der Ausbau der Strecke, dazu kommt noch Geld für 23 Züge. Etwa 150 bis 180 Millionen würden die zusätzlich kosten. sky

Statt dessen verbindet sie die Gemeinden im Westen der Großstadt miteinander. Von Bad Homburg aus rollt der Zug zur Nordweststadt, zu den Gewerbegebieten Sossenheim und Eschborn, zum Industriepark Höchst, zum Waldstadion, Flughafen, nach Neu-Isenburg. „Dann brauchen wir nur noch von Bund und Land eine Anschlusslösung fürs Neun-Euro-Ticket“, wünscht Majer. Denn: „Das Zusammenwirken von Infrastruktur und attraktiven Tickets ist es, was die Verkehrswende voran bringt.“

„Wir liegen nach wie vor im Plan“, sagt Horst Amann. Der beinhaltet, dass im Winter der Planfeststellungsbeschluss für den Norden der Trasse kommen soll, also Baurecht. 2024 wäre dann der mittlere Abschnitt soweit. „Das Ziel: jedes Jahr ein Spatenstich“, flachst Amann.

Die Kampagne soll auch das eigene Team nochmals motivieren, in diesem Stadium der Planungen nicht locker zu lassen. „Die Öffentlichkeit schaut auf uns“, sagt Bettina Hempel von der RTW-Öffentlichkeitsarbeit. Zumindest jetzt.

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