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Der Platz an der Hauptwache ist grau und kahl. Zumindest die Tauben scheint das nicht zu stören. Foto: Peter Jülich
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Der Platz an der Hauptwache ist grau und kahl. Zumindest die Tauben scheint das nicht zu stören.

Stadtplanung

Frankfurt: Das Loch an der Hauptwache wird bleiben

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Stadt Frankfurt will die Hauptwache umgestalten, ohne die Treppenanlage des Platzes zu deckeln. Der Entwurf von 1968 muss erneuert werden.

Frankfurt am Main - Die Stadt will die Frankfurter Hauptwache umgestalten. Eine Konzeptstudie liege dem Magistrat vor, sei aber noch nicht als Vorlage beschlossen worden, sagte Mark Gellert, der Sprecher im Planungsdezernat, das Mike Josef (SPD) leitet.

Angestrebt werde eine „bestandsnahe Umgestaltung“. Konkretes wollte Gellert mit Verweis auf die unveröffentlichte Studie noch nicht nennen, nur so viel: Die Treppenanlage hinunter zur Verkehrsstation, die im Volksmund als Loch bekannt ist, werde zunächst nicht geschlossen.

Frankfurt: Im Römer wird weiter über die Hauptwache diskutiert

Bei dieser Frage, wie die Hauptwache umgestaltet werden kann, setzt die CDU im Römer, die von der Konzeptstudie gehört haben dürfte, in einem aktuellen Antrag an.

Sie fordert, die Aufenthaltsqualität zwischen Roßmarkt und Zeil zu erhöhen, den Stadtraum modern zu gestalten und mit einer Vorplanung für die Platzgestaltung zu beginnen. Dabei soll ein großer Platz die raumgreifende Treppenanlage überdeckeln. Das Technomuseum Momem, dessen Eröffnung erwartet wird, wäre überdacht.

Frankfurt: CDU will einen „Deckel“ über der Hauptwache

„Nach wie vor fehlt es an einem ‚Deckel‘ an der Hauptwache und die Fläche zwischen Roßmarkt und Zeil wirkt noch immer wie eine Straße, obwohl dort kein motorisierter Verkehr stattfindet“, heißt es im CDU-Antrag. „Bereits vor zehn Jahren haben die Stadtverordneten den Magistrat beauftragt, ein Konzept zu entwickeln“; sagte die CDU-Stadtverordnete Christiane Loizides. Seitdem ruhe das Projekt. „Das kann so nicht weitergehen.“ Die Zugänge zur B-Ebene bezeichnete sie als „ranzig und unattraktiv“. Die Frage, was aus der Hauptwache werden soll, beschäftigt die Stadtpolitik der Metropole in Hessen seit mehr als 20 Jahren. Ein Wettbewerb brachte im Jahr 2000 zwei zweite Plätze zur Umgestaltung der Hauptwache hervor. Zur Umsetzung kam es nicht, weil das Geld fehlte. Aus der neuen Konzeptstudie soll aber kein zweiter Wettbewerb für die Umgestaltung der Hauptwache folgen, erklärte Gellert. Priorität habe der Umbau der Verkehrsstation. „Funktionalität geht in diesem Falle über Ästhetik“, sagte er.

Die Station Hauptwache wurde 1968 eröffnet. Die technischen Anlagen stammen aus dieser Zeit. Sie müssen erneuert werden. Schätzungen gehen von 70 Millionen Euro Kosten aus. Die Stadtverordneten müssten sie genehmigen. Die VGF nannte noch keine Details zum Projekt. Ein städtebaulicher Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes, den die frühere Koalition sich für 2017 vorgenommen hatte, war wegen der anstehenden Sanierung der Verkehrsstation verschoben worden.

Frankfurt: Umgestaltung der Hauptwache ist auch Theme der neuen Koalition

Die Hauptwache spielt auch im Koalitionsvertrag der neuen Koalition eine Rolle. Der Abgang zur U-Bahn soll neu gestaltet werden, heißt es darin. Der dient allerdings zur Entrauchung, falls es brennt.

Sollte sich eine Deckelung als nicht machbar erweisen, sei eine „gestalterisch akzeptable Lösung für ‚das Loch‘“ nötig, unter Berücksichtigung des Momem. Die neue Koalition will auch die Sanierung der B-Ebene voranbringen, um Leerstand zu verhindern. (Florian Leclerc)

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