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Frankfurt: Neues Besucherzentrum der Börse öffnet

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Von: Christoph Manus

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So sieht es im neuen Besucherzentrum der Deutschen Börse in Frankfurt aus.
So sieht es im neuen Besucherzentrum der Deutschen Börse in Frankfurt aus. © Deutsche Börse

Im Börsengebäude in der Frankfurter Innenstadt ist ein neues Besucherzentrum mit vielen interaktiven Elementen entstanden. Es soll unter anderem Schulklassen anziehen.

Wofür stehen Bulle und Bär? Wie läuft der Handel mit Aktien? Und wie ging es in Zeiten vor der Digitalisierung auf dem Frankfurter Börsenparkett zu? Solche Fragen beantwortet die Deutsche Börse in ihrem aufwendig neu gestalteten und erweiterten Besucherzentrum, das am 1. Juli erstmals besichtigt werden kann. Eigentlich ist es seit mehr als eineinhalb Jahren fertig. Ursprünglich sollten die Räume im November 2020 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Doch dann musste die Börse dies wegen der Pandemie immer wieder verschieben.

Die neue Ausstellung im ersten Stock des historischen Gebäudes im Frankfurter Zentrum ist sehr interaktiv gestaltet. „Sehen. Verstehen. Handeln“ lautet das Motto. Wie die Börse funktioniert, können die Besucherinnen und Besucher etwa an einer sechs Meter langen „Touchwall“ erfahren. An einem Simulationstisch lässt sich durchspielen, ob sich ein Investment gelohnt hätte. Also etwa: Wenn ich vor 20 Jahren Siemens-Aktien gekauft hätte oder vor zehn Jahren Papiere von Amazon, wie reich wäre ich dann heute? Und was wäre geschehen, wenn ich auf Wirecard-Aktien gesetzt hätte? In einem Quiz kann das eigene Börsenwissen getestet werden.

Anmeldung

Das Besucherzentrum der Deutschen Börse im Gebäude der Frankfurter Industrie- und Handelskammer am Börsenplatz ist vom 1. Juli an jeweils von Montag bis Freitag geöffnet.

Die Ausstellung kann bisher jeweils um 11, 13 und 15 Uhr kostenlos besucht werden. Dazu ist eine Anmeldung per E-Mail nötig. Mehr unter https://deutsche-boerse.com/besuch

Der Blick fällt auf den Handelssaal, der sehr spärlich gefüllt ist. Bald soll wieder mehr los sein. Von Freitag an gilt für die verbliebenen Händler:innen Präsenzpflicht. Ohnehin dient der Saal im Gebäude der Frankfurter Industrie- und Handelskammer aber in allererster Linie als Aushängeschild für die seit 2010 in Eschborn ansässige Börse, also beispielsweise als Kulisse für Fernsehberichte über das Börsengeschehen und für Veranstaltungen.

Gerade im Hinblick auf die Finanzbildung junger Menschen sei es wichtig, eine neue Anlaufstelle für die breite Öffentlichkeit zu bieten, an der die Börse verständlich und erlebbar werde, sagte Eric Leupold, Leiter Kassamarkt bei der Deutschen Börse, am Dienstag. Hauptzielgruppen sind Schulklassen und Studierende. Die Börse rechnet zunächst mit etwa 50 000 Besucher:innen im Jahr.

Im Jahr 2018 hatte die Börse mit dem Umbau der von ihr angemieteten Räume begonnen und unter anderem eine neue Lounge geschaffen. Inzwischen laufen die Arbeiten nur noch im früheren Rentenhandelssaal, der künftig für Konferenzen dienen könnte. Zunächst war die Börse von Kosten in Höhe von 18,5 Millionen Euro ausgegangen. Diese Summe habe wegen der Verzögerungen und Preissteigerungen nicht ausgereicht, hieß es am Dienstag.

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