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Frankfurt 07. 06. 21 Dicke Raupe nach Entwurf von F.K.Waechter zieht wegen Bau des Riederwaldtunnels um von einer Birke auf eine Erle direkt am Rundwanderweg des GrünGürtelim Teufelsbruch
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Frankfurt 07. 06. 21 Dicke Raupe nach Entwurf von F.K.Waechter zieht wegen Bau des Riederwaldtunnels um von einer Birke auf eine Erle direkt am Rundwanderweg des GrünGürtelim Teufelsbruch

Frankfurt

Die dicke Raupe fliegt

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Umweltamt findet neuen Baum für F. K. Waechters Kunstwerk

Für gewöhnlich ist es ja so: Die Raupe frisst sich voll, verpuppt sich, dann fliegt sie als Schmetterling davon. Nun, in Frankfurt laufen, Pardon fliegen, die Dinge, Pardon Viecher, manchmal ein bisschen anders. Die dicke Raupe zum Beispiel, ein von F. K. Waechter ersonnenes Wesen. Die ist nach ihrer Verpuppung einfach als dicke Raupe geflogen und nicht als alter Falter.

Und das kam so: Am gestrigen Montag, 7. Juni, ist sie an einem Kran zurück auf ihren Ast geschwebt. Allerdings nicht mehr auf ihren ursprünglichen. Der ist im April 2020 dem Bau des Riederwaldtunnels zum Opfer gefallen. Seither hat sich die Raupe verpuppt, beim für die Komische Kunst im Grüngürtel zuständigen Umweltamt.

Cartoonist Friedrich Karl Waechter hatte die (wirklich dicke) Raupe einst auf einer Birke sitzend gezeichnet. 2005 starb der Künstler. Seit 2008 krabbelt eine Plastik seiner Raupe als Vermächtnis auf einer Birke im Erlenbruch – als eines von 14 Objekten der Komischen Kunst im Grüngürtel. Es ist nicht immer der gleiche Ast, schon einmal musste die dicke Raupe umziehen, ein Pilz hatte die Birke geschwächt.

Nun ist es wieder ein anderer Baum. Die Raupe zieht von ihrer Birke im Erlenbruch auf eine Erle am Teufelsbruch, an der Ecke Kruppstraße/Schwarzer Weg. Der Familienrat der Waechters hat dem Baumwechsel zugestimmt. Eine ausreichend kräftige Birke hat das Amt partout nicht auftreiben können. Das Kunstwerk wegzulassen, ist aber keine Option. Immerhin feiert der Grüngürtel dieser Tage 30-jähriges Bestehen. Mit Raupe.

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