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Dezernentin berichtet, wo Frankfurt digital hin will

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Von: Florian Leclerc

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Die Wasserqualität lässt sich auch digital übertragen. Foto: Michael Schick
Die Wasserqualität lässt sich auch digital übertragen. © Michael Schick

Ein smartes Wassermanagement, eine „Open Library“ in der Stadtbücherei und Daten für alle. Diese Themen stehen in Frankfurt digital an.

In Frankfurt soll eine Datenplattform städtische Daten sammeln und für Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und die Wirtschaft bereitstellen. Das kündigte Digitalisierungsdezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) bei einem digitalen Treffen unter dem Titel „Digitales Deutschland. Wo steht Hessen?“ an. Veranstalter war der Verein Digital Hub Frankfurt, der die Interessen der digitalen Wirtschaft vertritt.

Der kommunale IT-Dienstleistungsunternehmen „Ekom21“ werde die Datenplattform entwickeln, sagte O’Sullivan. Einen Zeitplan nannte sie nicht. Bis zum Sommer sollen zunächst vier Stellen in der Stabsstelle Digitalisierung besetzt werden. Die Stabsstelle soll die digitale Strategie der Stadt koordinieren.

Kommunen sollen sich besser vernetzen

Da sie erst seit dem 8. September im Amt sei, kenne sie die „Outsider-Perspektive“ als Bürgerin der Stadt noch gut, sagte O’Sullivan. „Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Die Politik muss aufholen und Innovationen voranbringen.“ Wert lege sie auf eine stärkere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der digitalen Transformation. Die „Einsamkeitskrise bei älteren Menschen in der Pandemie“ etwa lasse sich mit digitalen Angeboten entschärfen.

Als digitale Projekte kündigte sie „Sensorik und smartes Wassermanagement“, eine „Open Library in der Stadtbücherei“ und „Straßen für alle, mit künstlicher Intelligenz“ an. Dazu seien Förderanträge gestellt worden. „Wenn das Land Hessen zuhört, es wäre schön, wenn das klappt.“

Die Mainova sammelt bereits Daten per Funk – die Technik dahinter heißt „LoRaWAN“, was für „Long Range Wide Area Network“ steht. Sie kann laut Mainova etwa beim Parkraummanagement oder als CO2-Warnsystem zum Einsatz kommen.

Mit Blick auf Fördermittel warb O’Sullivan für eine kommunale Vernetzung. „Die Kommunen sollten voneinander lernen, um Fördermittel zu beantragen.“ Gerade die Beantragung von EU-Fördermitteln sei so kompliziert, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigens dafür weiterbilden müssten.

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