+
Vor zehn Jahren ging die US-Investmentbank Lehman Brothers pleite und löste eine internationale Finanzkrise aus.

Finanzkrise

Frankfurter Grüne wollen Finanzkrise diskutieren

  • schließen

Die Frankfurter Grünen laden zum zehnten Jahrestag der Lehman-Pleite zu einer Podiumsdiskussion ein. Sie halten die Krise für noch nicht beendet.

Zehn Jahre ist es her, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers Pleite ging, was eine internationale Finanzkrise auslöste und das deutsche Bankensystem erschütterte. Den Spuren dieser Krise nachgehen und die Rettungspolitik einordnen, wollen die Frankfurter Grünen mit einer Diskussion am Samstag, 15. September, 15 Uhr, unter der Überschrift „Finanzivilisation“ im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41.

Die These lautet: „Die Krise lebt“. Zwar vermittelten die Wirtschaftszahlen in Deutschland den Eindruck, es gebe kein Problem. Doch die Krise lauere nicht nur in der Eurozone. Auch dass Mieten und Hauspreise ständig stiegen, die Renditen auf Ersparnisse fielen und viele Menschen um ihre Altersvorsorge bangten, seien Folgen der Finanzkrise und der ihr folgenden Krisenpolitik, heißt es in der Einladung des Kreisverbands.

Es sprechen der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Michael H. Grote, Professor für Corporate Finance an der Frankfurt School of Finance & Management, Detlef Fechtner, der stellvertretende Chefredakteur der Börsen-Zeitung, und Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Finanzministerium von Schleswig-Holstein. Der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour (Grüne) moderiert.

Bereits für Freitagabend, 19.30 Uhr, lädt Attac zu einer Podiumsdiskussion über Wege, um die Gesellschaft aus dem Griff der Finanzmärkte zu befreien, ins Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, ein. Dort diskutieren Rainald Ötsch von Attac, Suleika Reiners von Finance Watch, Dorothea Schäfer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Christoph Scherrer, Professor an der Uni Kassel.

Mit einer Performance, die vom Willy-Brandt-Platz zum Frankfurter Börsenplatz führt, will das globalisierungskritische Netzwerk am Samstag von 11 Uhr an für eine Demokratisierung der Finanzmärkte kämpfen. In dieser holen sich graue Gestalten von Bulle und Bär, begriffen als Symbolen des Finanzmarktkapitalismus, wieder, was ihnen gehört: bezahlbaren Wohnraum, freie Bildung und Gesundheit für alle. Ähnliche Aktionen sind für Samstag nach Angaben von Attac europaweit geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare