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Umweltschutz

Der Traum von der Null-Müll-Stadt Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Der Magistrat kündigt eine Frankfurter Strategie zur Abfallvermeidung mit europäischen Partnern an - und die Stadt soll mit gutem Beispiel vorangehen.

Frankfurt soll „Zero Waste City“ (deutsch: Null-Müll-Stadt) werden und sich mit gleichgesinnten europäischen Städten vernetzen. Das hat der Magistrat beschlossen. Gemeinsames Ziel mit den europäischen Partnerinnen und Partnern: Müll vermeiden, soweit es geht, und Abfälle, wo sie unvermeidlich sind, wiederverwenden oder recyceln. Das soll helfen, Rohstoffe im Kreislauf zu halten und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Konkret kündigt der Magistrat verbindliche Mülltrennung für städtische Ämter und Betriebe an und will Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei Vergabeverfahren künftig stärker berücksichtigen.

Zudem will die Stadt bei der Bevölkerung verstärkt für Abfallvermeidung und bessere Mülltrennung werben. Das Umweltamt erarbeite dafür gerade eine Strategie. Im Frühjahr soll die Onlineplattform „Reyours“ (ein Wortspiel mit dem englischen Begriff für Wiederverwendung) starten: Dort sind dann gebrauchte und wieder aufbereitete Elektrogeräte zu haben.

„In Frankfurt gibt es bereits zahlreiche gute Initiativen“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und zählt etwa Unverpackt-Läden auf, Repair-Cafés und Gebrauchtwaren-Kaufhäuser. „Es wird Zeit, dies alles zusammenzubringen und so deutlich zu machen, in welche Richtung wir die Abfallwirtschaft der Stadt entwickeln wollen.“

Jährlich fallen in Frankfurter Privathaushalten nach Angaben der Stadt etwa 290 000 Tonnen sogenannter Siedlungsabfälle an, also Wertstoffe, Bioabfall und als größter Posten 150 000 Tonnen Restmüll. Bis zu 75 Prozent des Abfalls in der Restmülltonne seien aber Wertstoffe, die in eine der anderen Tonnen gehörten. „Hier werden wertvolle Ressourcen in der Verbrennungsanlage vernichtet und gehen so für eine weitere Nutzung über ein Recycling verloren“, erklärt Heilig. Wenn Frankfurt die Klimawende schaffen wolle, müsse sich das ändern.

Informationen zum europäischen Projekt: https://zerowastecities.eu

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