Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bis wir wieder zu den Gorillas in den Zoo dürfen, wird es noch besonders lang dauern.
+
Gorillas im Zoo.

Freizeit

Zoo hofft auf ein Wiedersehen im Frühjahr

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
    schließen

Corona ließ die Besucherzahl im Jahr 2020 um mehr als die Hälfte schrumpfen. Die Zahl der Tierarten nahm dagegen zu.

Minus 54,3 Prozent. Nicht immer sind die Auswirkungen von Corona so klar in Zahlen auszudrücken – in der Bilanz des Zoos für das Jahr 2020 sind sie es. 376 563 Besucherinnen und Besucher kamen in den rund acht Monaten, die der Tierpark geöffnet war. Noch nicht einmal die Hälfte des Vorjahresbesuchs.

Das steht sinnbildlich für die allgemeine Lage, doch es gab auch manch Positives im Zoo-Jahr. Besonders freut sich Direktor Miguel Casares über die „riesige Unterstützung in schweren Zeiten“: Fast 600 neue Paten mit etwa 700 Patenschaften sorgten für einen Rekord von jetzt insgesamt 3064 Paten mit 3556 Patenschaften. Auch der Kartenvorverkauf und die Zahl der Spenden nahmen zu. „Zu sehen, dass der Zoo trotz langer Schließung nicht ‚aus den Augen – aus dem Sinn‘ war, bedeutet mir und meinem Team sehr viel“, bedankt sich Casares.

Auf der positiven Seite verbucht der Zoo auch viele Tiergeburten und neue Tierarten, die Ansiedlung eines wildlebenden Honigbienen-Volks, die neue Website und manch zusätzliches digitales Angebot. Ina Hartwig, die für den Zoo zuständige Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, nennt auch die Magistratsentscheidung für das Frankfurt Conservation Center (FCC) als bedeutenden Erfolg. Auf dem Zoogelände soll ein internationales Zentrum für Natur- und Artenschutz unter Federführung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt entstehen. „Das Frankfurt Conservation Center ist ein wichtiger Baustein, um den Zoo zukunftsfähig zu machen“, sagt die Stadträtin, denn ein Zoo des 21. Jahrhunderts müsse den globalen Natur- und Artenschutz unterstützen: „Die Corona-Pandemie mahnt uns eindringlich, unsere Umwelt zu schützen.“

Abschied von Malea

Rund 4300 Tiere aus genau 499 Arten lebten am Stichtag 31. Dezember im Zoo – und etliche Tausend Insekten, Spinnen, Korallen, Seeanemonen, also Tiere, die einzeln zu zählen vermutlich bis zum Stichtag im nächsten Dezember gedauert hätte, und die deshalb immer nur als Art vermerkt werden. Das waren weniger Tiere als im Vorjahr (4652) aber deutlich mehr Arten gegenüber jenen 448, die in der Bilanz von 2019 standen.

Schmerzliche Verluste waren die wunderschöne Tigerdame Malea, deren Leben im April endete, und das Bonobo-Junge Zikomo, das schon am Neujahrstag 2020 starb, aber noch mehrere Tage von seiner Mutter durch das Menschenaffenhaus getragen wurde. Dort, im Borgori-Wald, kam in diesem Jahr ein kleiner Gorilla zur Welt, der den Zoo noch nie mit Besuchern erlebt hat. Die Anlage mit den Menschenaffen ist als einzige durchgehend wegen Corona geschlossen; die Ansteckungsgefahr wäre zu groß.

Das Virus schränkte auch die Zoopädagogik und die Arbeit der Naturschutzbotschafter:innen erheblich ein. Es gab nur 147 Führungen statt der rund 1000 des Vorjahres. Viele Bildungsangebote liefen digital. Im Frühjahr, hoffen Ina Hartwig und Miguel Casares, wird man sich wieder richtig vor Ort im Zoo treffen können – von Mensch zu Tier.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare