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Der Ball des Sports kehrt zurück nach Frankfurt

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Von: Timur Tinç, Madeleine Reckmann

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Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth tanzt mit Box-Weltmeister Wladimir Klitschko beim Ball des Sports in Frankfurt im Jahr 2006.
Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth tanzt mit Box-Weltmeister Wladimir Klitschko beim Ball des Sports in Frankfurt im Jahr 2006. © imago images/Eventpress

Die Stadt Frankfurt wird von 2023 bis 2027 wieder Gastgeber der Benefizveranstaltung der Deutschen Sporthilfe. Zuletzt fand der Ball des Sports von 2002 bis 2006 in der Frankfurter Festhalle statt. Wiesbaden, das zuletzt 14 Jahre das Event ausgetragen hat, wollte die Kosten nicht mehr tragen.

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) schmachtete Box-Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko im Ballsaal an. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bewegte sich mit der zweifachen Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Meyfarth zum Takt. Und das Strahlen von Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katharina Witt füllte den ganzen Frankfurter Festsaal. So war es im Jahr 2006 als sich Prominenz aus Sport, Politik und Gesellschaft ein Stelldichein beim Ball des Sports in Frankfurt gab. Nach fünf Jahren in Frankfurt wanderte die Benefiz-Veranstaltung nach Wiesbaden, wo sie in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal stattfinden wird. In den Jahren 2023 bis 2027 findet die Benefizveranstaltung wieder in der Festhalle der Frankfurter Messe statt, wie die Stadt am Freitag mitteilte.

Nachhaltiges Konzept

„Die Sportstadt Frankfurt hat sich gemeinsam mit der Messe Frankfurt und vielen weiteren Unterstützern aus Sport, Wirtschaft und Politik intensiv um die Ausrichtung des Ball des Sports ab 2023 bemüht und uns mit ihrer Bewerbung schlussendlich überzeugt“, sagt Karsten Petry, Vorstand für Events, Marketing und Vertrieb bei der Deutschen Sporthilfe. Man sei sicher, dass Europas größte Benefizveranstaltung im Sport mit Frankfurt für die nächsten Jahre eine sehr würdige neue – und gleichzeitig alte – Heimat bekomme.

In Wiesbaden, wo der Ball des Sports 25 Mal und zuletzt 14 Mal hintereinander ausgetragen wurde, findet das glanzvolle Ereignis im Juli 2022 nun zum letzten Mal statt. Das Event war der Stadt zu teuer geworden. Das Bündnis im Rathaus von Grünen, SPD, Linken und Volt wollte zuletzt die 248 000 Euro städtische Unterstützung nicht mehr für den Ball ausgeben. Die Deutsche Sporthilfe hatte zudem noch 200 000 Euro aus Wiesbadener Spielbankmitteln für den Ball erhalten. In der Debatte war das Missverhältnis von öffentlichen Subventionen und gemeinnützigem Erlös kritisiert und ein verändertes Konzept für die Benefizveranstaltung empfohlen worden. CDU und FDP bedauerten die Entscheidung. Ihrer Meinung nach profitiert die Stadt durch Einnahmen in Hotels in Restaurants indirekt durch den Ball.

„Wir freuen uns sehr, dass die Sportstadt Frankfurt um dieses attraktive sportgesellschaftliche Event reicher wird“, teilte Sportdezernent Mike Josef (SPD) mit. „Unser Konzept, den Ball nachhaltig auszugestalten und in ein Rahmenprogramm mit Vereinen und der Stadtgesellschaft einzubetten, hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe überzeugt.“ Details zu den Kosten für die Stadt wurden vorerst nicht genannt. Die Pläne sollen in den kommenden Wochen zusammen mit dem Land Hessen, der Messe, der Deutschen Sporthilfe und weiteren Unterstützern vorgestellt werden.

Wer 2023 mit wem tanzen wird, dürfte sich wohl erst beim Ball selbst entscheiden.

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