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Den internationalen Austausch der Wissenschaft fördern

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Von: George Grodensky

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Idyllischer Außenposten der Goethe-Uni: das Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg. M. Schick
Idyllischer Außenposten der Goethe-Uni: das Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg. M. Schick © Michael Schick

Goethe-Uni, Werner Reimers-Stiftung, Stadt Bad Homburg und der Hochtaunuskreis sichern die Zukunft des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Die Kooperationspartner bauen die Möglichkeiten des Instituts sogar aus.

Das Forschungskolleg Humanwissenschaft in Bad Homburg hat Zukunft. Die vier Kooperationspartner haben die weitere Zusammenarbeit fixiert. Mehr noch, sie stocken die Mittel der idyllisch oberhalb des Kurparks gelegenen Dependance der Goethe-Uni auf. Die Stadt Bad Homburg und der Hochtaunuskreis fördern das Kolleg mit je 25 000 Euro im Jahr. Bislang hatten sie vor allem 2006 die Errichtung des Gebäudes und einzelne Projekte unterstützt. Die Werner Reimers Stiftung stellt das Gelände unentgeltlich zur Verfügung und steuert ebenfalls 25 000 Euro jährlich bei. Den größten Anteil trägt die Goethe-Uni, die einen Teil der Personalkosten finanziert sowie die Mittel für die Goethe-Fellowships.

So sieht Kolleg-Direktor Matthias Lutz-Bachmann „gute Voraussetzungen“, die „Aufgabe als Institute for Advanced Studies“ weiter auszubauen. Zentral für den Erfolg des Kollegs sei seine Einbindung in vier Richtungen – in die aktuellen Forschungszusammenhänge der Goethe-Universität, in die Tradition der Werner Reimers Stiftung und in das wissenschaftliche und kulturelle Leben von Stadt und Landkreis. „Auch das wunderbare Stiftungsgelände am Rande des Kurparks, trägt zum Erfolg seiner Arbeit bei“, sagt Lutz-Bachmann.

Das Kolleg

Am Forschungskolleg Humanwissenschaften kommen Wissenschaftler:innen aus aller Welt zusammen, bilden innovative interdisziplinäre Forschungsgruppen. Konferenzen und Vorträge fördern den Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft.

Drei Themen stehen derzeit an: Anfechtungen und Stärken von Demokratien im atlantischen Raum, die europäische Sicherheits- und Außenpolitik und das kulturelle Gedächtnis chinesischsprachiger Communities.

Die nächste Auflage der Bad Homburg Conferences ist am 16. und 17. September, veranstaltet gemeinsam vom Kolleg und der Stadt Bad Homburg. Dieses Jahr geht es um „Kindheit und Gewalt“; das Programm ist in Planung. Für 22. Oktober lädt das Kolleg im Rahmen der Bad Homburger Kulturnacht zu „Gesprächen mit Wissenschaftler:innen“ ein.

Info im Web: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

„Das Forschungskolleg ist eine sehr wichtige Institution für die Goethe-Universität“, begründet Hochschul-Präsident Enrico Schleiff das Engagement. Das Kolleg biete kreativen Köpfen Freiraum, um im Austausch neuartige Forschungsideen und Methoden entwickeln zu können. Die Goethe-Uni bereite sich auf die nächste Runde der Exzellenzinitiative vor. Ein Schlüssel zum Erfolg seien starke interdisziplinäre Forschungsverbünde „mit internationaler Ausstrahlung“.

„Das Kolleg ist einer der Orte, wo die Saat für solche Verbünde gelegt wird“, sagt Schleiff. Künftig sogar noch mehr – möchte die Hochschule doch „ stärker als bisher“ die Expertisen internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit denen der Goethe-Uni zusammenbringen, „die internationale Spitzenforschung in unsere Universität integrieren“, sagt Schleiff.

Das ist im Sinne der Werner Reimers-Stiftung. Die ist darauf bedacht, „interdisziplinäre Forschung über das Verhalten des Menschen und das Wirken seiner Institutionen zu fördern“, sagt Vorstand Albrecht Graf von Kalnein. Damit bereichere das Kolleg das kulturelle Leben in Bad Homburg, ja im ganzen Hochtaunus-Kreis, lobt Landrat Ulrich Krebs (CDU). „Wir wissen, dass die öffentlichen Vortragsveranstaltungen von Besuchern weit über die Grenzen Bad Homburgs hinaus wahrgenommen werden.“

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