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Luca Dell’Antone hat 25 Sorten im Angebot.

Frankfurt-Preungesheim

„Wir leben vor allem von Stammkunden“

Im Eiscafé von Luca Dell’Antones trifft sich gerne der Stadtteil. Die italienische Familie ist seit 1966 in Preungesheim. Das Viertel hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt.

Von Philip Dingeldey

Herr Dell’Antone, Ihr Eiscafé gilt in Preungesheim als zentraler Treffpunkt. Woran liegt das?
Weil es uns seit 1966 hier gibt. Wir haben schon mehrere Generationen an Kunden gesehen. Wenn man ein Lokal jede Saison öffnen kann, dann sind die meisten wohl zufrieden damit. Wir leben vor allem von Stammkunden aus Preungesheim, aber es kommen auch Leute aus benachbarten Stadtteilen zu uns oder Menschen, die früher hier gewohnt haben und uns treu bleiben.

Nutzen die Leute das Café auch dann zum Wiedersehen?
Ja, das kommt oft vor, dass sich die Preungesheimer bei uns verabreden. Besonders natürlich im Sommer verabreden sich die Leute gerne bei uns im Garten an der Straße. Da ist das schon ein Treffpunkt im Stadtteil.

Liegt das an dem guten Eis?
Nun ja, also wir können schon unsere Qualität durchgehend halten. Damit das so ist, sind meine Frau und ich immer hier. Wir sorgen dafür, dass es sauber ist, die Kunden freundlich bedient werden und stellen unser Eis selbst her, ohne künstliche Zusatzstoffe. Das Ergebnis ist ein ganz anderes, wenn man für das Vanilleeis Schoten nimmt statt ein Extrakt. Das trifft auf alle unsere 25 Eissorten zu, die wir immer anbieten. Alle zwei Jahre führen wir zusätzlich eine neue Eisspezialität ein. Zuletzt haben wir etwa einen Raffaello-Becher eingeführt, mit den Kokos-Mandel-Pralinen, Milcheis, Sahne, Kokos- und Schokoraspeln, Schokoladensoße und Batida de Coco.

Was schätzen Sie an Preungesheim und seinen Bewohnern?
Der Stadtteil ist sehr multikulturell geworden. Wir haben Kunden aus allen Nationen. Italiener sind hier nicht mehr so viele, dafür viele mit Migrationshintergrund und Kinder, und die sind ja unsere besten Kunden.

Wie kam es dazu, dass Sie gerade in diesem Stadtteil ein Café eröffnet haben?
Mein Bruder hatte erst ein Eiscafé in Oberrad, dann konnte er dieses Café hier übernehmen. Damals ging ich noch zur Schule. Ich arbeite seit 1969 hier mit, sechs Jahre später habe ich das Geschäft übernommen. Es ist also ein richtiger Familienbetrieb. Die Arbeit gefällt mir gut, auch wenn die Arbeitszeiten lang sind. Meine Frau und ich sind täglich hier, am Nachmittag kommt eine Aushilfe, nur im Winter haben wir zwei Monate zu.

Voraussichtlich 2016 eröffnen die Arkaden am Gravensteiner Platz _ mit einer Eisdiele. Fürchten Sie die Konkurrenz?
Ich finde es gut, dass man ein Zentrum schafft, damit die Leute im Stadtteil einkaufen können. Denn einen Ortskern hat Preungesheim ja nicht. Auch Konkurrenz finde ich gut, dann können die Kunden wählen. Denn jedes Lokal hat eine Spezialität. Am Anfang wird dort jeder das Eis probieren und dann erst entscheiden, wo es ihm besser schmeckt. Ich hoffe bei uns.

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