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Blick auf die A661 zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße.

Einhausung der A661

Deckel drauf

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Der Ortsbeirat 11 spricht sich für die Volleinhausung der Stadtautobahn A661 bei Seckbach aus.

Der Ortsbeirat 11 spricht sich für eine Volleinhausung der A 661 bei Seckbach aus. Am Montag verabschiedete er eine Antrag der Linken, in der die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert wird, sich ebenfalls für diese Option einzusetzen. Die Landesbaubehörde Hessen Mobil hatte diese Lärmschutzmaßnahme in der vergangenen Woche bereits ausgeschlossen.

Die Dringlichkeit der Tischvorlage sei gegeben, sagte Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD). Noch sei keine Entscheidung gefallen, welche der vier Varianten zum Lärmschutz beim Ausbau der A 661 und dem Lückenschluss zur A 66, umgesetzt wird. Bisher tendiert das Stadtplanungsamt zu Variante L2, die Stefan Klee (Linke) für eine „nicht zeitgemäße 80er-Jahre-Lösung“ hält.

Die Linke fordert stattdessen die Umsetzung der Variante L1. „Man könnte die beiden Stadtteile an jeder Stelle einfach zu Fuß erreichen, bisher sind wenige Brücken die einzige Überquerungsmöglichkeit“, sagt Klee. Bisher zerschneide die Autobahn die Stadt, was durch meterhohe Wände noch verstärkt würde. „Da die Autobahn sowieso in einem tiefen Trog zwischen steilen Wänden liegt, könnte man sie einfach deckeln. Dadurch würde viel Fläche gewonnen.“ Der Galeriebau könnte begrünt, eine Verbindung von Güntersburgpark und Huthpark hergestellt werden. „Das kommt auch in der Version mit einer 400 Meter langen Deckelung vor. Da hat man dann den ganzen Lärm von rechts und links“, sagt Klee. „Das halten wir für nicht ausreichend.“

Da durch den höheren Lärmschutz bis an den Rand Wohnungen gebaut werden könnten, würde nicht nur Wohnraum entstehen. Durch den Verkauf der Flächen könne die Stadt das teurere Bauprojekt mitfinanzieren, schlägt Klee vor. „Das Land muss für dieses Bauvorhaben sowieso viel Geld in die Hand nehmen, deshalb halten wir L1 langfristig für die vernünftigste Lösung“, sagt Klee.

Die Vorlage wurde verabschiedet, die CDU enthielt sich.

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