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Hatte einen guten Start im Bundestag: die Frankfurter Grünen-Abgeordnete Deborah Düring.
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Hatte einen guten Start im Bundestag: die Frankfurter Grünen-Abgeordnete Deborah Düring.

Aus Frankfurt in den Bundestag

Deborah Düring: „Ich bin immer noch Debbie“

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Bundestagsabgeordnete Debora Düring (Grüne) soricht im FR-Interview über die Koalition, die AfD und Putzpläne.

Seit drei Monaten sitzt die Frankfurterin Deborah Düring für die Grünen im Bundestag. In der FR zieht die 27-Jährige Zwischenbilanz.

Frau Düring, wie sind Sie in Berlin aufgenommen worden?

Wunderbar. Uns neuen Abgeordneten wird wirklich sehr geholfen. Wir haben bei den Grünen ein Willkommens-Team und es gibt zahlreiche Workshops. Ich verlaufe mich aber immer noch im Bundestag und entdecke immer neue Orte. Kürzlich habe ich gesehen, dass es auch einen Kicker gibt.

Welche Aufgaben nehmen Sie in der Fraktion wahr?

Ich bin Sprecherin für Entwicklungspolitik und habe einen Sitz in dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Außerdem habe ich einen Sitz als Stellvertreterin im Finanzausschuss. Diese Kombination ermöglicht mir, meine Herzensthemen, globale Gerechtigkeit und in diesem Zusammenhang auch die strukturpolitischen Fragen im Finanzbereich, grün und feministisch voranzutreiben.

Wie haben Sie die Koalitionsverhandlungen empfunden?

Das war eine super spannende Zeit. Ich war zwar in keinem Verhandlungsteam, wir wurden aber in zahlreichen Runden immer gut informiert. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Haben die Grünen nicht zu viele Zugeständnisse gemacht?

Natürlich konnten wir uns nicht zu 100 Prozent durchsetzen. Ein Tempolimit etwa wäre schon schön gewesen. Doch es geht ja um das Gesamtpaket. Es wird in unserem Land eine sozial-ökologische Transformation geben. Das wird sich in vielen Punkten zeigen und wird eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir sind bereit dafür und wollen uns diesem gesamtgesellschaftlichen Auftrag annehmen.

Sie sind mitten in der Corona-Krise in den Bundestag eingezogen. Ist das eine besondere Herausforderung?

Natürlich. Aber wir demokratischen Fraktionen sind uns einig, dass wir die Pandemie bekämpfen müssen. Hier gilt es, kluge Lösungen zu finden, die die Grundrechte wahren aber auch den größtmöglichen Schutz bieten. Wie sich die AfD benimmt, das ist hingegen schon krass. Deutlich härter, als man es bei Bundestagsdebatten im Fernsehen mitbekommt.

Was meinen Sie konkret?

Man hört von denen die ganze Zeit ätzende Zwischenrufe, die Redebeiträge sind teils richtig schlimm, und die Abgeordneten nehmen das mit der Mund- und vor allem Nasen-Bedeckung nicht immer ganz so genau.

Was haben Sie sich für die nächsten Monate vorgenommen?

Ich werde mich in Berlin weiter einarbeiten, aber auch oft in Frankfurt sein. Ich möchte den Menschen hier zeigen, wie wir den Koalitionsvertrag umsetzen. Ich habe gelernt, im ICE zu arbeiten. Das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für die kommenden Jahre.

Vor der Wahl haben Sie gesagt: Wenn Sie in den Bundestag einziehen, müssen Sie sich schnell ein WG-Zimmer suchen. Hat es geklappt?

Ja. Ich habe eine schöne WG in Neukölln gefunden.

Und wie ist es für Ihre Mitbewohner:innen, mit einer Bundestagsabgeordneten zusammenzuwohnen?

Das ist in Ordnung für die. Ich sitze im Bundestag, aber ich bin immer noch Debbie. Und natürlich muss ich mich auch an den Putzplan halten.

Interview: Georg Leppert

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