Frankfurt

Dauerbrenner Frankfurter Mainufer

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Dutzende Bürgerinnen und Bürger protestieren im Verkehrsausschuss gegen die Sperrung der Straße im Norden.

Der Protest gegen die Sperrung des nördlichen Mainufers reißt nicht ab. Wie schon in den Sitzungen im Oktober und November haben am Dienstagabend im Verkehrsausschuss der Stadtverordneten Dutzende Bürgerinnen und Bürger gegen den Verkehrsversuch protestiert.

Die meisten Besucherinnen und Besucher kamen aus Sachsenhausen. Der Vorsitzende der örtlichen CDU, Jochem Heumann, forderte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) auf, die Sperrung bis kommenden Dienstag aufzuheben. Dann entscheidet der Verwaltungsgerichtshof über Fahrverbote in Frankfurt. Oesterling müsse jetzt „retten, was zu retten ist“. Durch die Sperrung seien lange Staus entstanden, die Luft sei entsprechend schlechter geworden.

Herbert Schmoll von der Initiative „Sachsenhausen wehrt sich“ trug die Beschwerde einer Bewohnerin der Innenstadt vor. Sie brauche nun „30 bis 40 Minuten“ länger, um in ihre „teuer bezahlte Tiefgarage“ zu gelangen.

Auch andere Themen behandelte der Ausschuss. Ein Bürger betonte, Gehwege dürften nicht länger zugeparkt werden, auch nicht von Elektrorollern. Ausschussvorsitzender Wolfgang Siefert (Grüne) wies den Mann auf die am Montag vorgestellte Radstaffel der Verkehrspolizei hin. Sie könne schnell und effizient gegen Autofahrer vorgehen, die Gehwege zuparkten. Gegen die Fülle an Rollern gebe es aber kaum eine Handhabe, räumte Oesterling ein.

Die Harheimerin Carmen Treulieb forderte derweil den Einsatz und die Förderung von Sammeltaxis. Während des Streiks der Busfahrer habe sich gezeigt, wie sehr die nördlichen Stadtteile von Buslinien abhängig seien. Ihr Nachbar etwa sei in den vergangenen Wochen jeden Morgen um 5 Uhr losgelaufen, um pünktlich zum Dienst um 6 Uhr im Kalbacher Frischezentrum zu sein.

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