Buchmesse in Frankfurt: Eine Branche im Umbruch.
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Buchmesse in Frankfurt: Eine Branche im Umbruch.

Buchmesse

Das Profil verschwimmt

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Juergen Boos hat die Gelegenheit versäumt, die Kritikpunkte zur Frankfurter Buchmesse auszuräumen. Das Profil der Schau droht zu verschwimmen. Ein Kommentar.

Der Auftritt von Juergen Boos, dem Direktor der Frankfurter Buchmesse, und seinem Team glich dem Pfeifen im Walde. In einer schwierigen Situation versuchten sie, sich und der Buch-und Medienwelt Mut zu machen. Doch wirft die Corona-Pandemie nur mehr Licht auf die Probleme einer Branche im raschen Umbruch.

Die wurden bei der Programm-Pressekonferenz allerdings nahezu ausgeblendet. Die Aufregung um die 2021 geplante Annäherung der Buch- an die Musikmesse schob Boos beiseite. Die rasante Digitalisierung der größten Medienschau der Welt streifte er mit der Bemerkung, viele der jetzt eingeführten Internet-Formate würden bleiben.

FR-Autor Claus-Jürgen Göpfert.

Stattdessen musste zum x-ten Male das Bild herhalten, die Buchmesse wolle Geschichten erzählen. Doch kommt es darauf an, welche Geschichten das sind. Immerhin bekannte man sich zum Ziel, Mutlosigkeit und Verschwörungstheorien entgegentreten zu wollen. Doch inhaltlich gerät das Programm immer mehr zum Sammelsurium. Starkoch und Model, Baumversteher und Krimiautor: Das Profil der Buchmesse verschwimmt.

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