Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Martin Stadtfeld widmet sich am 14. März Bachs Wohltemperiertem Klavier.  Marco Borggreve/Sony Classical
+
Martin Stadtfeld widmet sich am 14. März Bachs Wohltemperiertem Klavier.

Kultur

Das Leben im Schloss trotzt Corona

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
    schließen

Die Frankfurter Bürgerstiftung legt das Programm für das Frühjahr vor. Vortragsreihen zur Entwicklung der Stadt und dem Nationalsozialismus sind im Januar online zu sehen.

Musikerinnen und Musikern helfen und zugleich Bürgerinnen und Bürgern Lichtblicke in einer dunklen Zeit schenken, das war eines der wichtigsten Ziele der Frankfurter Bürgerstiftung im vergangenen Jahr. Im Dezember stieß sie dafür die Fenster des Holzhausenschlosses für Fensterkonzerte auf, sehr zur Freude von Musikerinnen und Musikern, die auftreten konnten, und deren Zuhörerinnen und Zuhörern, die ihnen im Park lauschten. Trotz aller durch die Pandemie bedingten Planungsschwierigkeiten legt die Stiftung für das Frühjahr ein neues Programm mit Konzerten und Vorträgen, etwa zur Entwicklung der Stadt, auf. Viele Veranstaltung werden online zu sehen sein.

Frankfurter Bürgerstiftung

Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx hält in der neuen Reihe „Frankfurter Bürgersalon – Wir für unsere Stadt“ am Sonntag, 17. Januar, 11 Uhr, in einem Videostream einen Vortrag zum Thema „Bürgertum in der modernen Stadt“.

Eine weitere Vortragsreihe widmet sich unter dem Titel „Eine Region und ihre Schuld“ dem Nationalsozialismus und seiner Geschichte im Rhein-Main-Gebiet. Vorträge sind am 25. und 28. Januar sowie am 4. und 8. Februar, jeweils 19.30 Uhr, geplant. Sie werden, auch wenn der Lockdown enden sollte, zusätzlich im Livestream übertragen.

Wer aktuell über das digitale Angebot sowie die Veranstaltungen der Bürgerstiftung informiert werden will, kann einen Newsletter abonnieren.

www.frankfurter-buergerstiftung.de

Wenn Clemens Greve, Geschäftsführer der Bürgerstiftung, der Pandemie überhaupt irgendetwas Gutes abgewinnen soll, nennt er die Entwicklung neuer Veranstaltungsformate. Wie viele Kulturinstitutionen in diesen Zeiten bot die Bürgerstiftung Veranstaltungen im Livestream oder per Video an. Zwei Beethoven-Konzerte mit dem Vogler-Quartett, die immer noch über die Mediathek abgerufen werden können, sahen und hörten sich insgesamt 3000 Musikbegeisterte an. „Die hätte ich in unserem Saal, in dem 140 Personen Platz haben, nie untergebracht“, sagt Greve.

Gleichwohl sind die Folgen der Pandemie auch für die Bürgerstiftung gravierend. Da wäre zunächst einmal die Planungsunsicherheit. Für den 1. Februar ist im Holzhausenschloss, dem Sitz der Stiftung, ein Jazzkonzert mit der Frankfurter Jazzlegende Emil Mangelsdorff und seinem Quartett geplant. Doch ob die Musiker spielen können, ist ungewiss. Niemand weiß, wie lange der derzeitige harte Lockdown anhalten wird. „Für den Kartenverkauf brauchen wir aber eine Vorlaufszeit von mindestens zwei Wochen“, sagt der Geschäftsführer.

Kurzfristige Beschlüsse der Bundesregierung, etwa Ende Januar den Lockdown für Februar aufzuheben, seien nicht hilfreich. „Vor allem nicht für Kulturschaffende. Die brauchen eine Perspektive“, sagt er. Das Leid der freiberuflichen Musikerinnen und Musiker geht ihm nahe. Sie hätten so gut wie keine Erwerbsmöglichkeiten und kämen oft nur schwer an staatliche Hilfen heran.

Die Bürgerstiftung versucht zu helfen, wo sie kann, auch wenn sie nicht zu den reichen Stiftungen gehört und selbst auf Spenden angewiesen ist. Musikerinnen und Musiker konnten in dem barocken Wasserschlösschen im Nordend proben. Die Bürgerstiftung gab ihnen zudem, so gut es ging, Auftrittsmöglichkeiten, etwa mit den adventlichen Fensterkonzerten, und zahlte ihnen die vereinbarten Honorare, auch wenn die Konzerte auf einen späteren, noch unbekannten Termin verlegt werden mussten.

Spätestens im März, hofft Greve, kann die Bürgerstiftung ihre Holzhausenkonzerte – am 14. März beispielsweise mit dem Pianisten Martin Stadtfeld – und ihre Kindersonntage mit dem Schlosskater Ferdinand fortsetzen. Das Holzhausenschloss soll zudem zu einem Jazzclub werden. Vom 22. bis zum 28. März sollen dort hochkarätige Ensembles Swing spielen. Am Sonntag, 17. Januar, hat aber erst einmal der Zukunftsforscher Matthias Horx das Wort. In der neuen Vortragsreihe „Frankfurter Salon – Wir für unsere Stadt“ spricht er über das Bürgertum in einer modernen Stadt. Und am 25. Januar beginnt unter dem Titel „Eine Region und ihre Schuld“ eine Vortragsreihe zum Thema Nationalsozialismus. Auch sie soll gestreamt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare