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Fahrradfahren liegt voll im Trend. Das Tragen von Helmen eher nicht.
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Fahrradfahren liegt voll im Trend. Das Tragen von Helmen eher nicht.

Radfahrer

Darum sind Fahrradhelme so unbeliebt

  • VonJonas Wagner
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Nicht einmal ein Fünftel der Radfahrer trägt einen Helm. Viele sehen den Kopfschutz vor allem als Belastung - warum?

Fahrradfahren liegt voll im Trend. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums gibt es in Deutschland 78 Millionen Fahrräder, also beinahe so viele, wie es Einwohner gibt. Deutlich weniger im Trend liegt dagegen der Fahrradhelm: Über alle Altersgruppen hinweg greift nicht mal ein Fünftel aller Radfahrer zum Kopfschutz, wie aus einer Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen für das Jahr 2016 hervorgeht.

„Der Hauptgrund, warum Helme nicht getragen werden, ist der Komfort“, erklärt Simon Wagner von der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Auch Aleksandra Aleksic, die bei Fahrrad Böttgen in der Innenstadt arbeitet, beschreibt, dass viele Menschen einen Helm als Belastung sähen.

Sie störten sich oftmals an der Optik, aber auch daran, dass der Helm die Frisur kaputtmache, man ihn immer mit herumtragen müsse und vor allem: dass man darunter schwitze. 

Richtige Helm-Einstellung ist wichtig 

„Aber man schwitzt ja auch in Badehose am Strand“, das sei gerade bei warmen Temperaturen nun einmal so, sagt Aleksic. Ihrer Meinung nach sollte die Sicherheit all diesen Aspekten übergeordnet werden. „Denn Herzen kann man transplantieren, Köpfe nicht.“

Interessierte Kunden finden in dem Frankfurter Fahrradgeschäft eine große Auswahl an Helmen, in verschiedensten Größen, Formen und Farben. Preislich bewegen sich die meisten Modelle zwischen 60 und 150 Euro. „Es gibt Helme für verschiedene Bereiche“, erklärt Aleksic.

Mittlerweile sei zu fast jeder Fahrrad-Art ein spezieller Kopfschutz vorhanden. „Es ist völlig egal, was für eine Helm-Art Sie sich kaufen, wichtig ist, dass die Helmschale gut auf dem Kopf sitzt.“ Darüber hinaus sei die richtige Einstellung des Kopfschutzes von großer Bedeutung, um bei Stürzen Schlimmeres zu verhindern.

Ein Helm, der heutzutage in der Regel aus einem Styropor-Korpus mit einer dünnen, folienartigen Schicht darüber bestehe, sei erwiesenermaßen sinnvoll, sagt DVW-Mitarbeiter Wagner. Käufer sollten auf jeden Fall darauf achten, dass das Produkt den Normen EN 1078 (für Erwachsene) oder EN 1080 (für Kinder) entspricht.

Neben den „klassischen“ Fahrradhelmen gebe es im Übrigen zunehmend Modelle, die an der hinteren Seite weiter nach unten reichen, denn „gerade Nacken- und Schläfenbereich sind laut Unfallstatistik schwer betroffen,“ so Wagner.

Die Tragequote steigt

Unter anderem auf Helme spezialisiert hat sich die Velopraxis in Sachsenhausen. Neben vielen Standardmodellen hat sie auch exotischere Ausführungen wie Helme in Hut-Optik oder Airbag-Helme auf Lager. Pro Woche verkauft sein Geschäft, so schätzt Inhaber Oliver Jörg, etwa zehn Helme, „aber samstags können es auch mal drei oder vier an einem Tag sein.“ 

Seine Kunden kauften „oftmals aus einer Situation heraus“, also aufgrund von Erzählungen oder Unfällen im Bekanntenkreis. Diese Beobachtung hat Aleksandra Aleksic ebenfalls gemacht. In beiden Fahrradgeschäften berichten sie außerdem, dass die Nachfrage nach Helmen steigt. Hannelore Herlan von der DVW bestätigt das: Die Tragequote steige „langsam, aber stetig.“

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