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Acht Meter breit und 20 Meter lang: das Schwimmbecken der Dahlmannschule.

Dahlmannschule

Endlich ins Becken tauchen

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Nach dreijähriger Verzögerung kann die Schwimmhalle der Dahlmannschule in Frankfurt endlich genutzt werden.

Zwei Schülerinnen der Dahlmannschule sitzen auf ihren Fahrrädern und wundern sich über den Auflauf vor ihrer Schule. Als ihnen Bäderdezernent Markus Frank (CDU) eröffnet, dass sie ab Montag wieder Schwimmunterricht haben, beginnen die Augen der beiden Mädchen zu leuchten, und sie stoßen einen Freudenschrei aus. Mehr als drei Jahre nach dem Eröffnungstermin des 27 Millionen Euro teuren Schulneubaus im Ostend kann nun auch endlich die Schwimmhalle in Betrieb genommen werden. „Es stand kein besonders guter Stern über dem Schwimmbad“, sagte Baudezernent Jan Schneider gestern.

Zunächst waren Baumängel an einem Rohrverbindungsstück entdeckt worden, was als „lösbares Problem“ angesehen wurde, so der CDU-Politiker. Kurz darauf wurde jedoch ein Wasserschaden festgestellt, der so massiv war, dass das Bad komplett saniert werden musste. Auch ein Rückbau der Umkleidekabinen stand im Raum, weil die undichte Leitung im Übergang zum Spülkasten einer Toilette gefunden wurde. Hinter der Dämmung wurden Schimmelsporen und in diesem Februar auch noch Mängel an den Fliesen gefunden. Das musste alles, wie auch der Estrich, entfernt und erneuert werden. Zudem mussten Fußböden im Untergeschoss des Schwimmbads und in den Umkleiden der Sporthalle ausgetauscht werden. „So wurde alles aufwendiger und komplizierter“, sagte Schneider. Da das Ganze ein Versicherungsthema sei, koste es die Stadt nicht mehr Geld. Die Summe für die Extraarbeiten dürften sich auf rund eine Million Euro belaufen.

„Die 400 Schüler freuen sich, dass es endlich losgeht“, sagte Konrektorin Sabine Pohl. Skeptisch sei sie nur, was die Hygiene angehe, wenn erst die Schulklassen und nachmittags die Vereine das Schwimmbad nutzten. „Es wäre besser, wenn die Putzhilfen häufiger als nur abends kommen würden“, sagte sie in Richtung Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt.

Die BBF wird die technische Betriebsführung des Schwimmbads übernehmen, so dass eine Nutzung nach dem Unterricht sowie an den Wochenenden und in den Ferien möglich ist. Danach haben sich besonders die Schwimmvereine gesehnt. „So können die Ressourcen viel besser genutzt werden“, sagt Michael Ulmer, Sportdirektor der SG Frankfurt. Der Erste Frankfurter Schwimm-Club, der SSC Sparte und die TG Bornheim sind als Nutzer vorgesehen. Am Samstag stehen die ersten Kurse an.

Ab Montag dürfen die Dahlmannschülerinnen und -schüler ins acht Meter breite und 20 Meter lange Becken eintauchen.

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