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Dach und Fassade der Frankfurter Katharinenkirche müssen repariert werden

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Der Westeingang zur Katharinenkirche ist nur noch über einen Baustellen-Tunnel zu erreichen, er dient als Schutz vor herabfallenden Ziegeln.
Der Westeingang zur Katharinenkirche ist nur noch über einen Baustellen-Tunnel zu erreichen, er dient als Schutz vor herabfallenden Ziegeln. © Sauda

Schutzdach soll Besuch vor Ziegeln bewahren. Arbeiten beginnen im kommenden Jahr.

Seit dem Ende der Winteraktion ist die Katharinenkirche an der Hauptwache wieder für den regulären Besucherverkehr geöffnet. Doch in den ersten Tagen staunten einige Besucher:innen, dass der Westeingang zunächst geschlossen war und seit der Wiederöffnung wie schon der seltener genutzte Südeingang durch ein Tunnelgerüst eingehaust ist.

Außerdem ist die Kirche zusätzlich rund um die beiden Eingänge durch eine Straßensperre gesichert. Stadtkirchenpfarrer Olaf Lewerenz erklärt die Maßnahmen als Schutz vor herunterfallenden Ziegeln. Durch die Einhausung könne der Westeingang wieder als regulärer Haupteingang zusammen mit dem Turmeingang genutzt werden, während der Südeingang als Not- und behindertengerechter Eingang zur Verfügung stehe.

„Die getroffenen Schutzmaßnahmen dienen der Sicherung des Kirchendaches“, erklärt Günther Murr, Sprecher des Kirchendezernats, auf Anfrage. Ziegel könnten sich lösen, zu Sach- und Personenschäden sei es bislang jedoch nicht gekommen. Nun müsse eine gründliche Bestandsaufnahme die Schäden am Dach ermitteln, bevor nötige Sanierungsarbeiten ausgeschrieben werden können. Die Arbeiten könnten dann voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen.

Lange Zeit nach dem Bau der heutigen Katharinenkirche von 1678 bis 1681 war der Turmeingang der einzig reguläre. Erst als zum Ende des 18. Jahrhunderts die alte, noch aus der Stauferzeit stammende Stadtmauer mit der Katharinenpforte abgebrochen wurde, war die Westfassade erstmals frei zu sehen und konnte mit einem Westeingang versehen werden, der beim Wiederaufbau nach der Zerstörung im Krieg zum Haupteingang wurde.

Doch nicht nur am Dach sind Reparaturen nötig, sondern auch am Kirchturm. Dort setzt seit etwa einem Jahr ein grünes Schutznetz einen farbigen Akzent. „Das grüne Netz an der südwestlichen Turmecke wurde vorbeugend montiert, um zu verhindern, dass Putzteile herabfallen“, erklärt Murr weiter. „An dieser Ecke des Turms ist Feuchtigkeit in das Mauerwerk eingedrungen, als Folge hat sich der Putz in einem Bereich gelöst“, sagt Murr. Der lose Putz wurde entfernt und zur Sicherheit das Netz gespannt. „Der Schaden wird im Rahmen der geplanten Dach- und Fassadensanierung behoben.“

Die jetzige Situation mit den Sperren und beiden Tunneleingängen ist allerdings für manche Besucher:innen und Mitarbeitende etwas gewöhnungsbedürftig, wie zu hören ist. Immerhin: Behinderungen für den Transport von Ausrüstung für Veranstaltungen sind nach Lewerenz’ Einschätzung nicht zu befürchten – der Tunnel sei so breit wie der Eingang, allerdings könne man nicht direkt vor die Tür fahren. „Aber so in einem Monat soll ein richtiger Bauzaun aufgestellt werden, der etwas hübscher ist“, hofft der Stadtkirchenpfarrer.

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