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Transparent an der Galgenstraße in Bonames: so!

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Coronavirus: Tipps für Daheimgebliebene in Frankfurt

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Nichts darf man wegen Corona? Von wegen! FR-Leserinnen und -Leser geben Tipps, die Mut machen für die Zeit des Daheimbleibens.

Familien malen Transparente, um sich und den Nachbarn Mut zu machen. Das ist wunderbar. Die Stadt, die Region, wir lassen uns nicht unterkriegen. Und da ist er auch wieder: der schon fast sprichwörtliche Zusammenhalt der FR-Gemeinde. Die ins Haus gesperrten Menschen haben gerufen – und Sie haben geholfen, per E-Mail, per SMS und auf Twitter. Sie haben Tipps gegeben, was man jetzt mit sich und den Kindern anfangen kann. Die Langeweile ist so gut wie besiegt.

Birgit Töpfer aus Eckenheim schickt – mit fröhlichen Smileys garniert – ihre Toptipps: „Ostereier selbst bemalen. Gesammeltes Kleingeld zählen und rollen. Bunte Kuchen backen. Kramschublade aufräumen.“ Und wenn Birgit Töpfer von bunten Kuchen spricht, dann meint sie: Kuchen, die mit Lebensmittelfarben ein, sagen wir mal, überraschendes Inneres erhalten. Dafür war sie schon zu Schulzeiten berühmt.

„Sich als Erntehelfer betätigen“, rät Ursula Kaiser, denn da wird das Personal wohl knapp. Janina Aranda aus dem Frankfurter Westend schreibt: „Um der häuslichen Langeweile zu entkommen, habe ich Folgendes geplant: 1) Ich streiche und dekoriere Bad und Flur neu – was ich seit meinem Einzug vor sieben Jahren nicht mehr gemacht habe. 2) Ich widme mich wieder dem Auffrischen der chinesischen Sprache – mittels Lehrbuch und Audiomaterial –, wozu mir im Berufsalltag oft die innere Ruhe fehlt. 3) Auch meine beiden Kater freuen sich, von mir mehr bespielt und noch mehr beschmust zu werden!“

Virtueller Rundgang durch Kunstsammlung

Ja, Katzen sollen zurzeit jede Menge Zusatzstreicheleinheiten erhalten, hört man allenthalben.

Jetzt die pensionierte Lehrerin Katrin Gilles: „In meiner Nachbarschaft wohnt eine aus dem Nordosten Syriens geflüchtete Familie mit fünf Kindern, darunter drei Schulkinder“, schreibt sie. „Alle Kinder haben von der Schule einen Wochenplan bekommen und erledigen nun zu Hause Aufgaben. Gestern Abend hat der Vater mir die erledigten Aufgaben von gestern in den Briefkasten geworfen, und die sehe ich nun zu Hause nach und klebe Zettelchen mit Korrekturvorschlägen auf die Seiten. Später wandert der Umschlag mit den korrigierten Tagesaufgaben wieder zurück in den Briefkasten der Familie. So werden wir es bis zu den Ferien halten.“

Sind FR-Leserinnen fantastisch? Wer das gelesen hat, wird alleine auf die Antwort kommen.

Ulrike Pelzer aus Seckbach hat sogar Tipps für die Rundschau: „Den guten alten Fortsetzungsroman für vier Wochen wieder aufnehmen.“ Für sich persönlich hat Frau Pelzer auf Anregung des Radiosenders HR2 eine App heruntergeladen, mit der sie einen virtuellen Rundgang durch die Kunstsammlung der EZB-App machen kann (ECB Art-App), weil die Besichtigung abgesagt wurde. „Soll es auch für andere Museen geben!“, schreibt sie. „Und nicht vergessen: Man/Frau sollte unbedingt am Fenster oder Balkon die frische Luft und Sonne genießen.“

Das war längst nicht alles. In den nächsten Tagen folgen mehr gute Tipps. Beteiligen Sie sich auch: per Mail an online@fr.de.

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