Die frühlingsbunten Karten von Gabriele Stützer.

Corona-Homestory

Frühlingspost gegen die Corona-Krise

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Dias sortieren und Vogelhäuser bauen: Weitere gute Tipps der FR-Gemeinde für die Zeit daheim.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, nun ist Ostern vorbei, wir sind immer noch daheim, die Wohnungen sind alle blitzblank geputzt (manche sind schon langsam wieder schmutzig) – was kann man denn sonst noch machen? Kein Problem: Der FR-Gemeinde gehen die Tipps nicht aus.

„Vielen Dank für diese schöne Aktion, an der ich mich gerne beteilige“, schreibt Leserin Gabriele Stützer. Socken stricken, Frühjahrsputz und mehr hat sie abgehakt („Erstaunlich, wie sauber so ein Sofa werden kann!“). Ihr Zeitvertreib: „Aus Kalenderblättern, Geschenkpapierresten etc. habe ich frühlingsbunte Karten gebastelt und sie alle noch am selben Wochenende geschrieben ... und damit gleich der drohenden Kontaktarmut entgegengewirkt.“

Einige Resultate sind auf dem Foto zu sehen. Ansonsten lesen die Stützers gern vor oder gehen auf Schatzsuche in Keller, Kleider-, Medizin- und Vorratsschrank. Da tauchen auch abgelaufene Lebensmittel auf. „Soweit sie noch unverdächtig aussehen und riechen, machen wir uns einen Sport daraus, aus diesen unseren Krisenspeiseplan zu bestücken. Wir essen also Ordnung.“

Klasse Ideen. Besonders für Schulkinder haben sich viele Leute Gedanken gemacht. Aus Bad Homburg erreicht uns eine Ideensammlung, die die Gesamtschule am Gluckenstein (GAG) in Kooperation mit der Ketteler-Francke-Schule herausgebracht und an die Schulen in der Stadt weitergegeben hat, wie Lehrerin Antje Klaus berichtet. Die Einfälle sind vielfältig und originell: Los geht es mit einer Murmelbahn, gebaut aus Küchen- und Toilettenpapierrollen. Die Kinder erfahren unter anderem, wie man Insektenhotels und Vogelhäuser baut, Kristalle aus Zucker, Wasser und Lebensmittelfarbe züchtet, Himbeereis selber macht und Bowling mit Plastikflaschen spielt. Alles mit Internetlinks und alles nachzulesen auf der Website der GAG unter www.gluckenstein.de.

Knapp 9000 Dias lagern auf dem Dach

Auf die Bemerkung in einer früheren Homestory-Folge, dass die Damen viel fleißiger Tipps senden als die Herren, hat Rainer Zimmermann reagiert. „Soso, die Damen liegen in Führung“, schreibt er. „Dann wollen wir doch mal für die Herren in die Bresche springen.“

Er trat voriges Jahr in den Ruhestand und hatte sich sowieso vorgenommen, die Familiendias zu sichten und zu digitalisieren – nur kam er bisher nicht dazu. Was nicht verwundert, wenn man weiß: Es geht um sechs volle Umzugskartons. „Mit heute Mitte 60 bin ich ja in einer Zeit aufgewachsen, als Dias aufzunehmen noch üblich, aber auch eine Materialschlacht war“, schildert er.

Knapp 9000 Dias lagern auf dem Dachboden. „In einem ersten Schritt schauen meine Frau und ich uns nun fast täglich zwei, drei Magazine durch, müssen oft über unsere Kinder lachen, als sie noch klein waren oder schwelgen einfach in den schönen Erinnerungen von Urlauben, Besuchen bei Freunden und sonstigen Ausflügen.“ Die Bilder haben die Zimmermanns schon jahrelang nicht mehr angesehen. „Uns wurde dabei bewusst, wie selbstverständlich wir diese schönen Erlebnisse erlebt haben und wie heftig wir diese Freiheit nun wieder ersehnen.“ Wenn alles durchgesehen und sortiert ist, folgt die Digitalisierung. „Hoffentlich dann nur eine Winterarbeit und keine Krisenarbeit“, schreibt Rainer Zimmermann.

Da hoffen wir mit. Sie haben auch gute Ideen? Fein, schreiben Sie uns! An: online@fr.de.

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