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Arthouse-Kinos in Hessen fordern Ende des Corona-Lockdowns

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Auch die Arthouse-Kinos fordern, die Lichtspielhäuser in Deutschland früher zu öffnen, als bisher geplant. Verschärfte Hygieneregeln ließen sich in Kinos gut einhalten.

Die Frankfurter Arthouse-Kinos plädieren dafür, Lichspielhäuser in Hessen und Deutschland unter Berücksichtigung strenger Hygieneregeln früher wiederzueröffnen als bislang vorgesehen. Sie unterstützen damit eine Forderung, die der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) und der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater (AG Kino) Ende voriger Woche an mehr als 500 Entscheidungsträger in Bund und Ländern geschickt hat.

„Um die kulturelle Grundversorgung zu erhalten und die wirtschaftliche Perspektive der Kinos zu sichern, ist ein Fahrplan der Landesregierungen und des Bundes zur zeitnahen Wiedereröffnung der Kinos erforderlich“, heißt es in dem Papier. Neben anderen Lichtspielhäusern in Deutschland waren die beiden Frankfurter Arthouse-Kinos, das „Harmonie“ in Sachsenhausen und das „Cinema“ am Rossmarkt, beteiligt an der Ausarbeitung des Fahr- und Hygieneplans, der greifen soll, wenn die Kinos ihren Betrieb wieder aufnehmen. Bislang allerdings stehen sie in der Öffnungsliste ganz hinten.

„Wenn es um Unterstützung für die Kultur geht, geht es generell um Theater, Oper oder Museen“, sagte Christopher Bausch, Geschäftsführer von „Harmonie“ und „Cinema“ der FR. Kinos habe die Politik meist nicht auf dem Schirm, sie stünden für sie „irgendwo zwischen Kultur und Kommerz“ und fielen daher durchs Raster der staatlichen Hilfsangebote. „Doch die Kinos dürfen nicht vergessen werden“, appelliert er. Zumal, da sich dort Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln relativ gut einhalten ließen. So sind im Hygieneplan von AG Kino und HDF etwa die Umsetzung der Abstandsregeln, kontaktlose Ticketkontrollen, der Einsatz von Schutzscheiben, eine verstärkte Reinigung und die Information der Gäste klar definiert.

Die Kinos führen einen ganzen Katalog weiterer Argumente für eine frühzeitigere Wiedereröffnung an – die wohl nicht vor Juli und von jetzt auf gleich erfolgen könne, sagt Bausch. Wie viele andere Branchen bräuchten auch die Kinos einen gewissen Vorlauf und könnten nicht einfach da weitermachen, wo sie Anfang März aufgehört haben. Der Sommer sei ohnehin immer schwierig. „Man muss jetzt einfach Kraft sammeln.“

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