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Coronavirus: Uni Frankfurt bekommt 250.000 Euro für Forschung

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Die Virologen des Universitätsklinikums Frankfurt wollen mit dem Geld die Suche nach wirksamen Medikamenten vorantreiben.

Die Johanna-Quandt-Universitätsstiftung stellt der Corona-Forscherin Sandra Ciesek 250 000 Euro zur Verfügung. Innerhalb von nur 24 Stunden sei der Antrag bewilligt worden, teilte die Goethe-Universität am Montag mit. Die Virologen des Universitätsklinikums Frankfurt wollen mit dem Geld die Suche nach wirksamen Medikamenten vorantreiben.

„Mit den Mitteln aus dem Johanna-Quandt-Jubiläumsfonds können wir kurzfristig qualifizierte Nachwuchswissenschaftler für diese Arbeiten einstellen“, sagt Sandra Ciesek, die Leiterin des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum. „So können wir die Screenings sowie anschließende präklinische Untersuchungen schnell vornehmen.“ Ihr Ziel sei es, möglichst zeitnah mit klinischen Studien an Probanden und Patienten zu beginnen.

Die Entwicklung virenhemmender Medikamente gegen das Coronavirus Sars-Cov-2 stehe derzeit im Fokus des Teams Ciesek. Mitarbeitern des Instituts gelang kürzlich die Anzucht des Coronavirus aus Proben deutscher Reisender, die am 1. Februar aus dem chinesischen Wuhan zurückgeholt worden waren.

Weiterhin sind Experimente an Zellkulturen vorgesehen, bei denen einzelne Gene gezielt ausgeschaltet werden (CRISPR-Cas9-Screening). Damit versuchen die Wissenschaftler Strukturen menschlicher Zellen zu identifizieren, die das Virus zur Infektion benötigt. So wollen sie besser verstehen, wie das SarsCov-2-Virus in menschliche Zellen eindringt, um sich dort zu vermehren.

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