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Die Commerzbank in Frankfurt spürt die Auswirkungen der Coronakrise. (Symbolbild)

Coronakrise

Commerzbank Frankfurt spürt Verunsicherung wegen des Coronavirus

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Die Coronakrise trifft das Geschäft der Commerzbank in Frankfurt. Firmenkunden machen sich große Sorgen. Nur noch sechs Filialen in der Stadt sind geöffnet.

  • Die Commerzbank in Frankfurt spürt Auswirkungen des Coronavirus
  • Coronavirus führt bei Commerzbank in Frankfurt zu einem Ansturm auf Berater
  • Commerzbank in Frankfurt hofft auf Besserung im zweiten Halbjahr

Frankfurt - Die Commerzbank hat wegen der Corona-Krise ihr Filialgeschäft in Frankfurt stark reduziert. Von den 20 Filialen im Geschäftsgebiet sind, wie es am Freitag bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr auf Anfrage hieß, nur noch sechs geöffnet, darunter etwa die Geschäftsstellen an der Hauptwache und an der Berger Straße. Dort sei nun sehr viel los, hieß es. 

Commerzbank in Frankfurt: Kunden heben mehr Geld ab

Die Kunden höben an den Automaten mehr Geld ab als sonst. Von Panik sei aber nichts zu spüren, sagte René Zinser, der das Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden in der Niederlassung Frankfurt-Nord leitet, vor Journalisten. Die Kunden könnten genauso viel Geld auf einmal abheben wie bisher, versicherte er auf Fragen hin.

Im Firmenkundengeschäft führen die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft, wie Guido Groß, der dieses Segment in Frankfurt leitet, sagte, zu einem Ansturm auf die Berater. Die Kunden seien verunsichert und besorgt. Die Commerzbank helfe ihnen, Mittel aus dem Corona-Kredit-Programm des Bundes zu beantragen. Privatkunden, die nun zum Beispiel von Kurzarbeit betroffen sind, gewähre man bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause, hieß es. Für Baufinanzierungen könne man individuelle Lösungen finden.

Commerzbank in Frankfurt: Geschäft lief 2019 noch gut

Einen Ausblick auf das laufende Jahr zu geben, sei wegen der Krise sehr schwer, sagte Zinser. Die Bank rechne aber damit, dass nach einem wohl fürchterlichen zweiten Quartal der Pfeil wieder nach oben zeigen werde.

Allgemein sieht sich die Commerzbank in der Region schließlich gut aufgestellt. Die Zahl der Kunden im Frankfurter Geschäftsgebiet sei im vergangenen Jahr um 5445 gestiegen – und damit doppelt so stark wie im Jahr 2018, berichtete Zinser. Das Geschäftsvolumen habe um acht Prozent zulegt.

Im Baufinanzierungsbereich habe die Commerzbank in der Region neue Kredite in Höhe von 618 Millionen Euro ausgereicht. Das seien 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Ratenkredite seien stark gefragt gewesen, hieß es. Im Kreditgeschäft gebe es auch jetzt noch keinen Rückgang, sagte Zinser.

Von Christoph Manus

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