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Coronavirus: Ämter in Frankfurt nur noch im Notbetrieb

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Die Behörden in der Stadt  Frankfurt streichen den Publikumsverkehr. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verurteilt Hamsterkäufe. Die Bürger sollten sich solidarisch verhalten.

In der Coronakrise schränkt Frankfurt seine Stadtverwaltung immer weiter ein. Der für den Bürgerservice zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU) forderte die Menschen in der Stadt am Dienstag auf, von persönlichen Vorsprachen in den Ämtern abzusehen – sofern das irgendwie möglich sei. Publikumsverkehr gibt es in keiner Behörde mehr. Möglich sei es, in dringenden Fällen einen Termin zu vereinbaren. Dabei könne es aber zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Verstöße gegen die Meldepflicht werden derzeit nicht geahndet.

Die in Friedberg ansässige Agentur Autoconsult berichtete am Dienstag von massiven Problemen bei der Zulassung von Fahrzeugen. Zwar seien die meisten Autohäuser derzeit geschlossen, allerdings könnten Tausende in den vergangenen Tagen gekaufte Wagen nicht zugelassen werden, da auch die Zulassungsstellen geschlossen seien.

Der Sprecher des Frankfurter Ordnungsamts, Ralph Rohr, sagte auf Anfrage der FR, von derartigen Problemen im städtischen Servicecenter „Rund ums Auto“ sei ihm nichts bekannt. Kunden könnten sich auf den Internetseiten der Stadt Frankfurt über die Angebote der Zulassungsstelle informieren und wenn nötig per Mail einen Termin vereinbaren.

Majer: Distanz halten

Im Laufe des Dienstags schlossen immer mehr städtische Einrichtungen, darunter sämtliche Bürgerhäuser. Auch die Touristeninformationen am Hauptbahnhof und am Römer sowie das Servicecenter der Entsorgungsgesellschaft FES machten dicht. Der Müll wird aber weiterhin abgeholt. Auch die Wertstoffhöfe der FES bleiben geöffnet, wobei die Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen nicht mehr bei der Entsorgung von Sperrmüll helfen dürfen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) forderte die Frankfurterinnen und Frankfurter am Dienstag auf, so weit wie möglich in ihren Wohnungen zu bleiben und sich oft und gründlich die Hände zu waschen. „Wie wir diese Krise meistern, liegt zu einem bedeutenden Teil in unserer Hand“, sagte Feldmann. Die Bürgerinnen und Bürger sollten die Hinweise von Ämtern, Behörden und Ärzten befolgen. Zugleich verurteilte Feldmann Hamsterkäufe: „Handeln Sie solidarisch und kaufen Sie nur das, was in den kommenden Tagen benötigt wird.“

Sofern es unausweichlich sei, vor die Tür zu gehen, sollten die Menschen größere Ansammlungen vermeiden und Distanz halten, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Das gelte insbesondere für die öffentlichen Verkehrsmittel. Majer empfahl, Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen: „Diese Fortbewegungsarten stärken die Abwehrkräfte und schaffen inneren Ausgleich.“

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