Freizeit

Sommerwetter in Frankfurt erwartet - Noch Plätze in Freibädern frei

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
    schließen

Seit vier Wochen sind die Freibäder in Frankfurt wieder geöffnet. In der nächsten Woche wird das Wetter sommerlich. Sollte das zu einem großen Andrang führen, können die Bäder ihr Corona-Konzept anpassen.

  • Freibäder in Frankfurt haben seit vier Wochen wieder geöffnet.
  • Ein großer Andrang ist bisher ausgeblieben.
  • Auch ein weiteres Hallenbad hat seit dieser Woche wieder geöffnet.

Frankfurt - Die Bäderbetriebe sind mit dem Betrieb der Freibäder in Frankfurt im Corona-Modus sehr zufrieden. Vor dem Besuch der Hallenbäder schrecken Menschen aber noch zurück.

Lea aus Bockenheim ist ein wenig traurig, als sie am Freitag gegen 14 Uhr das Brentanobad in Frankfurt verlässt. „Ich wäre gerne noch ein bisschen geblieben, aber so ist das eben im Moment“, sagt sie, während sie ihr Fahrradschloss aufschließt. Auch die anderen Badegäste, die am Freitag die Vormittagsschicht in Frankfurts größtem Freibad gebucht hatten, verlassen das weitläufige Areal ohne Murren.

Frankfurt: Corona-Konzept für Freibad wird angenommen

Der Himmel ist bedeckt, da fällt das wohl auch nicht ganz so schwer. Doch vier Wochen nach der Öffnung der Freibäder unter Corona-Bedingungen ziehen Sportdezernent Markus Frank (CDU) und Bäderchef Boris Zielinski ein positives Fazit. „Das Konzept wird angenommen, das Vertrauen in uns ist da“, sagt Frank.

„Im Kreisverkehr schwimmen“: Hygiene- und Abstandsregeln für den Besuch der Frankfurter Freibäder.  

In den beiden ersten Wochen nach der Eröffnung am 15. Juni hätten rund 60.000 Menschen die Freibäder in Frankfurt besucht. Das ist zwar nur etwa die Hälfte dessen, was sonst zwei übliche Juniwochen an Besuchern bringen, doch Zielinksi spricht trotzdem von einer „großartigen Zahl“. Denn schließlich ist es derzeit auch nicht ganz so einfach, ins Freibad zu kommen. Die Tickets müssen vorab im Internet reserviert werden. Zumindest für diejenigen, die keine Junior-Bäderkarte oder eine personalisierte Vorteilskarte haben.

Freibäder in Frankfurt: 60.000 Besucher seit Wiedereröffnung

In beiden Fällen entfällt die Buchung vorab, die Besitzer können einfach das Drehkreuz passieren. Nicht zuletzt deswegen sei die Vorteilskarte derzeit sehr beliebt. Etwa 5000 Stück seien derzeit im Umlauf, sagt Zielinksi. Gefragt ist aber auch die für ältere Menschen ohne Internetzugang eingerichtete Hotline, über die ebenfalls vorab ein Besuch im Freibad in Frankfurt gebucht werden kann. „Teilweise haben wir drei Mitarbeiter abstellen müssen, um die Anrufe abzuarbeiten.“

Besonders gefragt seien bislang vor allem die Nachmittagsschichten von 15 bis 20 Uhr. Dies könne sich jetzt in den Ferien aber auch verschieben, vermutet Zielinski. An diesem Freitag ist für den Nachmittag kein großer Andrang mehr im Freibad in Frankfurt zu erwarten, zwischen 14 und 15 Uhr ist ohnehin die Stunde der Reinigungskräfte. Die riesige Wasserfläche ist ebenso menschenleer wie die Liegewiesen.

Frankfurt: Freibad wird mittags gereinigt

Das liegt auch daran, dass selbst die Wasseraufsicht beim Reinigen hilft. Die Badegäste der Nachmittagsschicht freut die Sauberkeit im Freibad. „Das ist ein positiver Effekt der zwei Schichten. Die Gäste am Nachmittag finden ein Schwimmbad vor wie sonst morgens um sieben“, sagt Zielinski.

Jorge Latorre-Moreno ist von der einstündigen Zwangspause weniger begeistert. Der Betreiber der Gastronomie im Brentanobad in Frankfurt langweilt sich in dieser Zeit noch mehr als sonst. Weniger als 50 Prozent des normalen Umsatzes verzeichnet der Unternehmer. „Wir sind am kämpfen, wir müssen das dieses Jahr durchhalten“, sagt er und ist froh, mit der Frau Rauscher in Sachsenhausen auch noch Gastronomie außerhalb des Schwimmbads zu betreiben.

Panoramabad in Frankfurt-Bornheim seit Anfang der Woche geöffnet

Aber nächste Woche soll es ja wieder sommerlicher werden. Wird der Andrang dann richtig groß, könnten die Bäderbetriebe auch ihr derzeit noch sehr vorsichtiges Konzept von fünf Quadratmetern pro Besucher anpassen. Seit Anfang dieser Woche müssen nur noch eineinhalb Meter Abstand auf der Liegewiese eingehalten werden. Seitdem ist auch das Panoramabad in Frankfurt-Bornheim geöffnet, inklusive Sauna.

Doch dort, verrät Bäderchef Zielinski, seien die Besucher noch sehr zurückhaltend. Im Stadionbad in Frankfurt konnten Gäste im Juni bereits wieder zu Livemusik tanzen. In Museen in Frankfurt bleiben die Besucher aus. Wegen Corona verkaufen Frankfurter Häuser bis zu 80 Prozent weniger Tickets.

Ticketkauf

Tickets für die Freibäder sollen grundsätzlich vorab online gekauft werden, um die Wartezeit an den Kassen zu reduzieren. Möglich ist dies unter www.frankfurter-baeder.de.

Die Vorteilskarte kann ebenfalls dort auf der Seite unter dem Menüpunkt „Shop“ erworben werden. Sie kann mit einem Guthaben zwischen 30 und 100 Euro aufgeladen werden und bietet neben einer zehnprozentigen Vergünstigung des Eintrittspreises auch die Möglichkeit, auf die Online-Buchung vorab zu verzichten. Dafür muss die online erworbene Karte einmalig an einer Kasse im Schwimmbad personalisiert werden.

Telefonisch kann ein Freibad-Besuch unter 069-1340 400 gebucht werden.

Rubriklistenbild: © Renate Hoyer

Mehr zum Thema

Kommentare