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Corona-Verdacht stoppt ICE in Frankfurt

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  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather
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300 Reisende mussten in Frankfurt Süd warten, bis das Gesundheitsamt sich dem Fall annehmen konnte.

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus bei einem Passagier hat die Bundespolizei in Frankfurt am Mittwochvormittag einen ICE gestoppt. Der Zug, der von Kiel nach Stuttgart unterwegs war, fuhr nicht wie geplant am Hauptbahnhof ein, sondern hielt an einem abgesperrten Gleis am Südbahnhof. Nach etwa einer Stunde entschied das Gesundheitsamt, dass der ICE weiterfahren kann.

In dem Zug befanden sich etwa 300 Menschen. Einer von ihnen zeigte Symptome, die auf das Coronavirus hindeuteten. Das Bahnpersonal isolierte den Mann im Waggon und informierte gegen 10.45 Uhr die Bundespolizei, die den Zug am Südbahnhof anhalten ließ und das Gesundheitsamt unterrichtete. Nach etwa einer Stunde teilte die Behörde mit, der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Sämtliche Passagiere konnten ihre Fahrt fortsetzen.

In ersten Meldungen hatte es geheißen, der Mann sei negativ auf das Virus getestet worden. Diese Nachrichten sorgten für Verwunderung, da derartige Untersuchungen mehrere Stunden dauern. Wie sich herausstellte, wurde der Mann nicht getestet. Das Gesundheitsamt hatte festgestellt, dass er nicht die Verdachtskriterien erfüllte.

Das Hessische Sozialministerium meldete bis zum Mittwochabend keine neuen Infizierten. So bleibt es derzeit bei zwölf Sars-CoV-2-Fällen. „Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf“, hieß es aus Wiesbaden.

Die Messe Frankfurt verschob die für Ende März geplante Musikmesse und die Messe „Prolight + Sound 2020“. Vor wenigen Tagen war bereits die „Light + Building“ verschoben worden.

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