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Der Wind zieht viele Kitesurfer nach El Médano, Teneriffa.
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Der Wind zieht viele Kitesurfer nach El Médano, Teneriffa.

Erfahrungsbericht

Urlaub mit Maske auf den Kanarischen Inseln

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Trotz Corona treibt die winterliche Kälte auch in diesem Jahr viele Menschen in die Ferne, zum Beispiel auf die Kanarischen Inseln.

Die Kanarischen Inseln sind im Spätherbst ein Traum. Wenn hierzulande der Alltag dauergrau zu werden beginnt, lösen auf der Inselgruppe im Atlantik spätsommerliche Temperaturen Glücksgefühle aus. Doch vor dem Strandspaziergang stehen ein paar Hürden. Die Kanaren waren seit Mitte Oktober von der Reisewarnung für Spanien ausdrücklich ausgenommen.

Notwendig war lediglich das Ausfüllen eines Online-Formulars der spanischen Gesundheitsbehörde und seit dem 14. November auch ein negativer Covid-19-Test, der dem Gastgeber oder der Gastgeberin der Unterkunft vorgelegt werden musste. Das hat sich inzwischen wieder geändert. Von Sonntag an sind auch die Kanaren und damit ganz Spanien Risikogebiet. Und es gelten die entsprechenden Regeln.

Bisher war vor allem das Tragen der Maske für einige Stunden erforderlich, um auf die Kanaren zu kommen. Ein Flug dauert etwa viereinhalb Stunden, doch die Maske muss ja schon bei der Anreise zum Flughafen getragen werden. Das Prozedere am Flughafen bis zum Einstieg in die Maschine geht dieser Tage mit großer Gelassenheit und ohne langes Warten über die Bühne. Im Flieger selbst heißt es dann: Die Maske darf nur zum Essen und Trinken abgenommen werden.

Gerade erst auf dem Flughafen Teneriffa Süd gelandet, aber schon angemessen gekleidet für den Winter auf den Kanaren.

Wer ein vorbildlicher Passagier sein will, wird womöglich zu wenig trinken in den Stunden an Bord. Condor bietet während des Flugs nicht mal ein Glas Wasser unentgeltlich an. Kommt den Schutzmaßnahmen ja irgendwie entgegen. Aus den viereinhalb Stunden werden mit Anreise, Einchecken, Warten aufs Gepäck und Abholung des Mietwagens locker sieben. Eher unangenehm.

All das ist bei Sonnenschein und 25 Grad auf Teneriffa schnell vergessen. Im Urlaubsort wird aber bald klar: Die Mund-Nasen-Bedeckung wird hier überall getragen. Die einzigen Ausnahmen bilden Bars und Restaurants, die alle geöffnet haben, und der Strand. Wer alleine über die nicht allzu belebte Strandpromenade läuft, muss eine Maske tragen, in den angrenzenden Strandbars, die zumindest an den Wochenenden sehr belebt sind, sitzen alle Gäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung. Wer trinkt und isst, darf frei atmen. Das ist nicht ganz im Sinne des Infektionsschutzes, kurbelt aber den Umsatz der Gastronomie an.

Im Urlaubsort ist auch viel Deutsch zu hören. Einige leben hier, die anderen sind fast ausnahmslos in privaten Unterkünften untergebracht. Das einzige größere Hotel im Ort ist zu, es hat den Lockdown im Frühjahr wohl nicht überstanden. Der Vermieter des Appartements hat Ende November ein wenig Sorge. In der Studentenstadt Laguna seien die Infektionszahlen sehr hoch. „Die jungen Leute“, stöhnt er.

Blick auf den Strand von El Médano im Süden Teneriffas.

Der Abschied nach zwei Wochen Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fällt sehr schwer. Statt schwimmen im Meer und Tapas in der Strandbar steht die Rückkehr ins gelockdownte Dauergrau an. Das Tragen der Maske auf dem Rückflug nimmt man bei der Erinnerung an die schöne Zeit gerne in Kauf.

Nachtrag: Die Sorge des Vermieters war berechtigt: Auf Teneriffa liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen bei 127, auf allen anderen Kanareninseln deutlich darunter.

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