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Die Malteser impfen nicht nur, sie beantworten auch geduldig Fragen.
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Die Malteser impfen nicht nur, sie beantworten auch geduldig Fragen.

Frankfurt

Corona: Unkompliziertes Impfen auf der Zeil

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Malteser pieksen an der Konstablerwache Menschen ohne vorherige Terminvereinbarung gegen das Coronavirus. In den nächsten Wochen wird der Hilfsdienst jeden Samstag ab 11 Uhr seine Zelte auf der Zeil aufschlagen.

André Jehl ist am Samstagvormittag der Erste in der Schlange. Der 70-Jährige hält seine Krankenkassenkarte in der Hand und wartet darauf, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Malteser ihr Impfzelt an der Konstablerwache aufgebaut haben.

Der christliche Hilfsdienst bietet auf der Frankfurter Zeil zum zweiten Mal das kostenlose Impfen gegen das Coronavirus ohne Termin für alle an. „Ich habe auf Johnson & Johnson gewartet“, sagt Jehl, der sich zuvor nicht um eine Impfung bemüht hatte. Nun brauche er sie unbedingt – auch wegen seiner Arbeit.

Von 400 Impfdosen werden 223 verimpft

400 Impfdosen der Firmen Biontech, Moderna und Johnson & Johnson haben die Malteser am Samstag mitgebracht, 223 werden letztlich verimpft. Die Bürgerinnen und Bürger haben die freie Wahl. „Wir haben das Gefühl, dass das unkomplizierte Angebot, wie wir es jetzt bringen, sehr gut ankommt“, sagt Micha Kuschnertschuk. Der 31-jährige Arzt hat selbst bereits rund 8000 Menschen gegen Corona geimpft, das Malteser-Team rund 20 000. Bereits am Samstag vor einer Woche sind rund 220 Bürgerinnen und Bürger geimpft worden. Das habe die Erwartungen weit übertroffen, so dass die Malteser an diesem Samstag mit einem größeren Team in der Frankfurter Innenstadt sind.

Termine

Weitere Termine zu Sonderimpfaktionen in Frankfurt gibt es hier: www.frankfurt.de/gesundheitsamt/sonderimpfaktionen

Aktion geht weiter an den nächsten Samstagen auf der Zeil weiter

Die Reaktionen, berichtet Kuschnertschuk, seien überwiegend positiv: „Die Menschen schätzen den niedrigschwelligen Zugang ohne Behörden sehr“, sagt er. Trotzdem begegnet dem Mediziner immer noch sehr viel Skepsis. Kurz vor Beginn der Impfaktion läuft ein junger Mann mit seiner Freundin am Zelt vorbei und raunt ihr zu, „ja klar, ich werde mich ganz sicher impfen lassen“.

Gegen manche Gerüchte, so Kuschnertschuk, könne man gar nichts machen. Wie etwa die Behauptungen, dass alles staatlich gesteuert sei, man von der Impfung impotent werde oder nach zwei Jahren sterbe. Trotz der Skepsis beantwortet der Arzt mit seinem Team auch an diesem Samstag wieder viele Fragen.

Niedrigschwellige Angebote hätte es früher geben sollen

Germano Cacciato hat keine Fragen. Er hat von seiner Schwägerin von der Impfaktion gehört. „Sie weiß, dass ich der Einzige in der Familie bin, der nicht geimpft ist, und die drängeln mich die ganze Zeit, mich impfen zu lassen“, sagt der 56-Jährige schmunzelnd. Wäre die Aktion an der Konstablerwache nicht gewesen, wäre er an die Messe gefahren, um sich dort piksen zu lassen. Er findet, dass es richtig gewesen sei, erst die Leute zu impfen, die es nötig hätten, trotzdem hätten sie so was viel früher machen sollen. „Dann wäre ich vielleicht schon geimpft“, sagt Cacciato.

Die Malteser werden jedenfalls in den nächsten Wochen jeden Samstag ab 11 Uhr auf der Zeil ihre Zelt aufschlagen, um weiter so viele Impfwillige wie möglich zu piksen.

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