Auf dem Weg von Terminal 1 zum Fernbahnhof liegt das Testzentrum.
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Auf dem Weg von Terminal 1 zum Fernbahnhof liegt das Testzentrum.

Testzentrum

Corona-Tests für eilige Passagiere am Frankfurter Flughafen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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In Frankfurter hat das bundesweit erste Testzentrum an einem Flughafen eröffnet. Es soll das Reisen in Länder mit Einreisebeschränkungen erleichtern.

Habe ich das Coronavirus in mir? Wer die Antwort auf diese Frage innerhalb von zwei bis drei Stunden wissen will, muss 139 Euro zahlen. Bei der 59-Euro-Variante liegt das Ergebnis in spätestens acht Stunden vor. So verspricht es zumindest die Firma Centogene, die am Montag das nach eigenen Angaben bundesweit erste „Walk-in Corona-Testzentrum“ am Frankfurter Flughafen eröffnet hat.

Ein Angebot für reisende Menschen, die nach ihrer Ankunft oder vor dem Abflug Gewissheit über ihren Zustand haben wollen – oder auch müssen. Denn wer in manche Länder, zum Beispiel China, direkt einreisen will, der muss ein aktuelles Testergebnis vorweisen.

Das Corona-Testzentrum für Eilige befindet sich zwischen Fernbahnhof und Terminal 1. Den Rachenabstrich nimmt dort medizinisch geschultes Personal ab. Die Wege sind kurz, denn das mobile Labor steht ebenfalls am Flughafen.

Das in Rostock beheimatete und auf die Diagnostik seltener Erkrankungen spezialisierte Unternehmen agiert nicht alleine. Die Lufthansa sowie Flughafenbetreiberin Fraport sind Partner des Vorhabens, das „als Blaupause für die Öffnung des internationalen Reiseverkehrs“ dienen soll. Voraussichtliches Ende: 31. Juli nächsten Jahres.

Reisebeschränkungen

Innerhalb der EU  ist das Reisen seit zwei Wochen wieder etwas leichter geworden. Die vorübergehend wieder eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, zu Frankreich, Italien und zu Dänemark sind aufgehoben. Auch die Grenzkontrollen im Luftverkehr zu Spanien sind seit dem 21. Juni beendet. 

Für Reisende aus Deutschland  gibt es weiterhin Einreisebeschränkungen in Staaten außerhalb der EU. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen außerhalb Europas. 

Passagiere können den Test entweder am Vortag oder am Tag der Abreise im teureren Eilverfahren machen. Die Ergebnisse erhalten sie über eine „sichere digitale Plattform“, hieß es am Montag. Es werde mit dem Flugticket verknüpft, dies gewährleiste eine automatische Bestätigung für Reisende, die in Länder mit entsprechenden Einreisebeschränkungen fliegen möchten.

Zusätzlich könnten Passagiere einen Identitäts-Bestätigungs-Service wählen. Dieser bescheinigt den Behörden, dass das Ergebnis mit ihrer Identität übereinstimmt.

Die „schnelle, präzise und sichere Komplettlösung“, so erläuterte es Centogene-Sprecher Volkmar Weckesser, unterstütze „die sichere Wiedereröffnung des Flugverkehrs und unsere Gesellschaft und Wirtschaft bei der Rückkehr zu einer neuen Normalität“.

Fluggäste hätten damit „eine komfortable Möglichkeit, sich für Flüge ins Ausland oder einen Aufenthalt in Deutschland zu testen, um eine Quarantäne zu vermeiden“, sagte Björn Becker von Lufthansa.

Für Daniela Weiss von Fraport ist das Testzentrum ein weiteres Beispiel für die Innovationsfreude des Frankfurter Flughafens. „So gewährleisten wir auch in diesen Zeiten ein sicheres und entspanntes Reiseerlebnis an Deutschlands bedeutendstem Luftverkehrsdrehkreuz.“

Es ist das zweite Engagement der Firma Centogene an einem Airport. Bereits seit der Wiedereröffnung des Flugbetriebs Ende Mai werden Mitarbeitende mit Passagierkontakt am Flughafen Rostock-Laage regelmäßig auf eine Corona-Infektion getestet. Die Mitarbeitenden nehmen dabei die Rachenabstriche selbst.

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