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Während Corona ist in Frankfurt besonders viel Müll angefallen.
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Während Corona ist in Frankfurt besonders viel Müll angefallen.

Abfallentsorgung

Corona sorgt für viel mehr Müll in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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In Frankfurt wächst der Abfallberg gegenüber 2020 erheblich. Die Mengen steigen besonders bei Glas- und Bioabfall, aber in einem anderen Bereich noch stärker.

Enorme Abfallmengen hat die Corona-Krise der Stadt in diesem Jahr beschert. Den größten Zuwachs gab es beim Sperrmüll: 15 Prozent mehr als 2019. Aber auch alle anderen Abfallsorten außer Papier legten seit Beginn der Pandemie in Frankfurt teils erheblich zu.

In Zeiten von Corona wächst der Verbrauch an Altglas

Wertstoffhöfe hatten bis zu dreimal so viele Besucher:innen wie in normalen Jahren. „Viele Menschen haben die Zeit zu Hause genutzt, um sich neu einzurichten oder zu renovieren“, resümiert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Was nicht mehr gebraucht wurde, hat teils die Sperrmüllabfuhr geholt, größtenteils brachten es die Leute selbst auf die sechs Höfe: „Die Mitarbeiter dort sahen sich mit Beginn des ersten Lockdowns im März und April einem regelrechten Ansturm gegenüber, der bis heute nicht vollständig abgeebbt ist.“ Knapp 24 400 Tonnen Sperrmüll waren das Resultat bis einschließlich Oktober, davon knapp 20 200 allein seit März.

Zweitgrößter Zuwachsposten übers Jahr: Glas. Plus elf Prozent in den Corona-Monaten seit März. Dabei stehe der Altglassammlung die eigentliche Belastungsprobe noch bevor. Für die Feiertage und Silvester machten sich die Entsorger auf einen „intensiven Jahresendspurt“ gefasst, kündigt Heilig an. Sie verspricht Besserung gegenüber den Bildern der Vergangenheit insofern, „dass wir in diesem Jahr kein Glas neben den Containern zu sehen bekommen“.

Vermehrte Essensbestellungen in Zeiten von Corona

Auf Platz drei der Mengenzunahme: Bioabfall mit acht Prozent mehr – vermutlich, weil viel daheim gekocht würde, sagt die Stadträtin. Zugleich wuchs aber der Verpackungsmüll wegen der vermehrten Essensbestellungen. Heilig: „Leider hat uns die Corona-Zeit bei der Müllvermeidung insgesamt erheblich zurückgeworfen.“

Größter Posten bleibt der Restmüll mit gut 145 000 Tonnen (plus zwei Prozent). Die Abfallkorbleerung im öffentlichen Raum brachte 1833 Tonnen Müll, ein Plus von drei Prozent. Dafür verantwortlich waren vor allem die sogenannten Hotspots, an denen sich in der warmen Jahreszeit die Leute trafen. Heilig: „Überquellende Papierkörbe mit Pizzakartons, Kaffeebechern, Papier und Verpackungen sind geläufige Bilder aus diesem Jahr.“ Hinzu kämen die vielen wilden Ablagerungen, von denen es fast 30 Prozent mehr gegeben habe als sonst. „Der FES und ihrer Tochtergesellschaft FFR ist es zu verdanken, dass wir dieses Jahr nicht alle im To-go-Müll erstickt sind.“ Außerhalb der Hotspots verhielt es sich anders: „In den Wohngebieten war die Stadt sogar noch sauberer als sonst.“

Heilig dankt ausdrücklich den rund 1900 Mitarbeiter:innen der Müllentsorgerin FES für die Arbeit in diesem Jahr – besonders unter erschwerten Bedingungen an den Annahmestellen. Bei der bisweilen gereizten Stimmung hätten sie stets kühlen Kopf bewahrt. (Thomas Stillbauer)

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