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Die Mutante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, wird im Süden von Hessen bereits bei jedem dritten positiven Corona-Test nachgewiesen.
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Die Mutante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, wird im Süden von Hessen bereits bei jedem dritten positiven Corona-Test nachgewiesen.

Corona in Frankfurt & Rhein-Main

Corona-Mutante B.1.1.7 breitet sich weiter aus

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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  • Helen Schindler
    Helen Schindler
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In Frankfurt gelten strengere Quarantäneregeln für Menschen, die sich mit einer Corona-Variante infiziert haben. An der Bergstraße geht jede dritte Neuinfektion auf die „Britische Mutante“ zurück.

Während die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Frankfurt abgenommen hat und die Sieben-Tage-Inzidenz rückläufig ist, steigt der Anteil der Infektionen mit nachgewiesener Virusvariante. Seit Anfang des Jahres wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes in Frankfurt 99 Infektionen mit Virusvarianten nachgewiesen, vorrangig die Variante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien auftrat. Im Kreis Bergstraße stehen nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim bereits rund ein Drittel aller positiven Corona-Tests im Zusammenhang mit der Mutante B.1.1.7.

Um die verschiedenen Virusvarianten aufzuspüren, werde bei einem positiven Covid-Test ein zweiter und gegebenenfalls dritter, speziellerer PCR-Test durchgeführt, teilt das Gesundheitsamt mit. Diese speziellen PCR-Tests würden in Frankfurt mittlerweile im Fall eines positiven Tests bei allen vom Gesundheitsamt beauftragten Testungen verwendet.

Für Menschen, die mit einer Virusvariante infiziert sind, gelten laut Gesundheitsamt noch strengere Quarantäne-Regeln. „Infizierte müssten so lange in Isolation bleiben, bis der Test negativ ist – das kann auch länger als 14 Tage sein“, erläutert Udo Götsch, leitender Infektiologe des Gesundheitsamtes Frankfurt. Und auch die Kontaktpersonen der ersten Kategorie müssten in dem Fall die kompletten 14 Tage in Quarantäne bleiben und dürften diese nicht verkürzen.

„Es besteht kein Grund zur Panik. Mutationen treten bei allen Viren auf“, beruhigt Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Er erinnert daran, dass die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln auch gegen die Varianten schütze. „Die Maßnahmen gegen die Virusvarianten sind genau die gleichen: so wenige Personen wie möglich treffen, Abstand halten, Hygiene beachten, medizinische Masken tragen und lüften.“

Und Antoni Walczok, stellvertretender Amtsleiter des Gesundheitsamtes Frankfurt, sagt: „Die britische Variante zeichnet sich durch eine höhere Ansteckungsfähigkeit und möglicherweise schwerere Verläufe aus.“ Die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Astrazeneca seien aber auch bei dieser Variante wirksam und schützten vor schweren Verläufen.

Nachdem es bereits mehrere Infektionscluster in Kitas und Schulen gegeben hat, interessieren sich nun auch Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts für das Infektionsgeschehen im Kreis Bergstraße. Dort wurde bereits bei drei Toten die Mutante B.1.1.7 nachgewiesen.

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