Mietausfälle

Corona-Krise trifft Vermieter in Frankfurt

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Haus & Grund Frankfurt beklagt in der Corona-Krise Mietausfälle bei jeder siebten Wohnung. Der Eigentümerverband fordert staatliche Hilfe.

Die Corona-Krise hat nach einer Umfrage von Haus & Grund Frankfurt unter gut 1000 privaten Vermietern von Wohnungen und Gewerbeflächen schon im April zu Mietausfällen geführt. 14 Prozent der Befragten im Bereich Wohnungsvermietung berichteten demnach von nicht gezahlten Mieten, zwölf Prozent der Vermieter von Gewerbeflächen verzeichneten Ausfälle. Diese Mindereinnahmen summierten sich nach Mitteilung des Eigentümervereins bei den Befragten auf zusammen etwa 950 000 Euro. Nur ein Drittel der Mieter habe die Vermieter informiert, dass sie für April keine Miete zahlen. Davon habe nur gut ein Fünftel ihre finanziellen Engpässe nachgewiesen.

Nach Zahlen von Haus & Grund gehen 16 Prozent der Befragten davon aus, dass die Corona-Krise für sie zu einer existenzbedrohenden finanziellen Schieflage führen kann. Dabei rechnet die Eigentümerlobby damit, dass es im Mai und Juni noch zu deutlich mehr Mietausfällen kommt. Jürgen Conzelmann, der Vorsitzende von Haus & Grund Frankfurt, kritisiert, die Interessen der Kleinvermieter seien bei den Gesetzen zum Schutz von Mietern in der Corona-Krise außer Acht gelassen worden. Er fordert einen Fonds, der verhindert, dass diese bei starken Mietausfällen in Liquiditätsengpässe geraten.

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