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Douglas-Filiale
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Die Parfümerie-Kette Douglas hatte geplant einige Filialen im Corona-Lockdown geöffnet zu lassen. (Archivfoto)

Parfümeriekette

Corona-Lockdown: Douglas-Filialen bleiben jetzt doch geschlossen

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Die Parfümeriekette Douglas hatte ursprünglich einige Filialen offen gelassen und sich den Anstrich einer Drogerie gegeben. Jetzt reagiert auf sie Kritik und kommt dem Frankfurter Ordnungsamt zuvor.

  • Die Parfümeriekette Douglas wollte einige Filialen im Lockdown wegen der Corona-Pandemie geöffnet halten.
  • Dafür versuchte sie, sich als Drogerie auszugeben, die im Lockdown nicht schließen müssen.
  • Nach umfangreicher Kritik rudert die Kette jetzt zurück.

Frankfurt – Am Mittwoch waren noch viele hessische Filialen der Parfümeriekette Douglas geöffnet gewesen. Das sorgte für Kritik bei Gewerkschaften und anderen Einzelhändlern. Am Donnerstag entschuldigte sich das Unternehmen und verkündete, dass ab sofort alle Filialen in Deutschland geschlossen blieben.

Drogerie Douglas: Parfümerie schließt jetzt doch

Damit kam es beispielsweise dem Frankfurter Ordnungsamt zuvor, das angekündigt hatte, den Fall zu prüfen. Das Ordnungsamt erklärte, dass Drogerien auch weiterhin öffnen dürfen, Parfümerien aber nicht. Entscheidend für die Zuordnung sei der Schwerpunkt im Sortiment des Einzelhändlers. Dieser entscheide jeweils über die zulässige Öffnung oder Schließung.

Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte die Öffnungen einzelner Filialen der Douglas-Kette zuvor kritisiert. „Das Vorgehen ist im stärksten Maße anrüchig“, sagte Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen. Die Parfümerie wolle wohl zur Drogerie mutieren, hieß es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft, sie versuche den Lockdown zu unterlaufen. Beim ersten Lockdown im Frühjahr hatten die Douglas-Filialen nicht geöffnet.

Grund für die Kritik war eine Anweisung der Geschäftsführung an die hessischen Filialen, die der Gewerkschaft vorliegt. Darin hieß es: „Wir öffnen unsere Stores unter dem Kontext, dass wir eine Drogerie sind, da wir das Sortiment des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung haben.“ Das Personal sollte in den Eingangsbereich der Läden primär das Drogeriesortiment stellen. Deko und Schmuck sollten verschwinden. Auch auf ein Verhalten im Falle eines Besuchs durch das Ordnungsamt wurde in der Anweisung eingegangen.

Frankfurter Ordnungsamt will ab dem ersten Tag im Lockdown Kontrollen durchführen

Douglas erklärte am Mittwoch noch auf FR-Anfrage, man halte sich an alle geltende Verordnungen. Man plane einen kleinen Teil der Filialen im Lockdown geöffnet zu lassen, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Drogerien seien explizit als Ausnahmen in den Beschlüssen genannt, wobei der Begriff Drogerie selbst rechtlich nicht spezifiziert sei. „Im allgemeinen Sprachgebrauch werden unter dem Begriff der Drogerie Einzelhandelsbetriebe verstanden, die unter anderem Körperpflege-, Schönheits-, Kosmetik- und Hygieneprodukte verkaufen“, hieß es weiter. Diese Produkte sollten in den geöffneten Stores erhältlich sein. Tags darauf ruderte das Unternehmen zurück.

Das Frankfurter Ordnungsamt kündigt unterdessen an, wie bereits beim ersten Lockdown Einzelhändler und andere Einrichtungen auf die Einhaltung der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung hin zu kontrollieren und bei Verstößen zu sanktionieren. Im Frühling sei es zu vereinzelten Zuwiderhandlungen gekommen, die meisten Betriebe hätten sich jedoch an die Auflagen gehalten. (Steven Micksch)

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