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Keine Automechanika wird es dieses Jahr in Frankfurt geben. Foto: Andreas Arnold

Messe Frankfurt

Corona-Krise: Automechanika Frankfurt erst wieder 2021

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Die Messe Frankfurt sagt wegen der Corona-Krise nun auch die Automechanika Frankfurt und die Light + Building ab. Die nächste Automechanika gibt es nun erst 2021.

Die weltweite Corona-Krise trifft die Messe Frankfurt immer heftiger. Nach der Musikmesse, der Prolight + Sound und der Konsumgütermesse Tendence fallen nun dieses Jahr auch die Automechanika Frankfurt und die zunächst nur verschobene Messe Light + Building aus. Beide hätten im September auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden sollen.

Die Automechanika, bei der sich 2018 auf dem ausgebuchten Messegelände noch rund 5000 Aussteller vor mehr als 135 000 Besuchern aus 180 Ländern präsentierten, wird, wie die Messe Frankfurt am Mittwoch mitteilte, auf den 14. bis 18. September 2021 verschoben.

Von da an soll es sie – anders als bisher – jeweils in ungeraden Jahren geben.

Die nächste Light + Building, die 2018 mehr als 2700 Aussteller und 220 000 Fachbesucher anzog, findet nun laut Messegesellschaft erst am 13. bis 18. März 2022 statt, also zum turnusgemäß nächsten Termin.

Messe-Chef Wolfgang Marzin betont, die Entscheidung sei dem Unternehmen nicht leicht gefallen. Doch die aktuellen Auflagen, gepaart mit anhaltenden Reiserestriktionen und der potenziellen Gefährung der individuellen Gesundheit, machten es unmöglich, die beiden weltweit führenden Fachmessen im September durchzuführen, sagte er am Mittwoch.

Bis jetzt sei unklar, ob Großveranstaltungen im September in Deutschland stattfinden könnten und ob dann die Reiseverbote ganz oder teilweise aufgehoben seien. Unter den derzeitigen und zu erwartenden Umständen wäre für viele Kunden und Gäste eine Teilnahme an den Messen nicht denkbar beziehungsweise möglich gewesen, teilt die Messe Frankfurt mit. Zumal man, wie Marzins Geschäftsführer-Kollege Detlef Braun sagte, davon ausgehen müsse, dass die Pandemie in einigen Ländern erst im Sommer ihren Höhepunkt erreiche.

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise hat die Messe Frankfurt, die noch vergangenes Jahr einen Rekordumsatz und einen Rekordgewinn erzielte, weltweit bereits mehr als 40 Messen absagen müssen. Ende März war Messechef Marzin im Interview mit der Frankfurter Rundschau zwar bereits davon ausgegangen, dass das Unternehmen das erste Halbjahr des laufenden Jahres abschreiben müsse. Er hatte aber noch gehofft, dass wenigstens die für die Messe Frankfurt sehr wichtige Automechanika stattfinden könnte.

Dass sich die Situation nun noch schlechter entwickelt hat als von der Messe Frankfurt zunächst befürchtet, wirkt sich auch auf die Beschäftigten des Unternehmens aus, das zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört. Am Standort Frankfurt gebe es seit Mai Kurzarbeit, sagte Unternehmenssprecher Markus Quint auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Genaue Zahlen, wie viele Beschäftigte betroffen sind, nannte er noch nicht.

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