Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stark frequentiert: Das Impfzentrum der Stadt Frankfurt in der B-Ebene der Hauptwache.
+
Stark frequentiert: Das Impfzentrum der Stadt Frankfurt in der B-Ebene der Hauptwache.

Corona-Krise

Frankfurt: Nach Corona-Fällen bei der Eintracht weitere Infektionen nach Sportpresseball bekannt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen
  • Georg Leppert
    Georg Leppert
    schließen

Die Stadt treibt den Ausbau der Angebote voran und verhängt eine Maskenpflicht an Schulen. Über Infektionen beim Sportpresseball wird gestritten.

Frankfurt am Main - Der Ausbau der städtischen Impfangebote gegen das Coronavirus nimmt in Frankfurt Gestalt an. Derweil wird in der Stadt über eine Vielzahl an Infektionen diskutiert, die in Zusammenhang mit dem Sportpresseball in der Alten Oper stehen könnten. Betroffen ist auch der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt.

Über eine Erweiterung der Kapazitäten des Impfzentrums spreche die Stadt derzeit mit der Messe, sagte Kirsten Gerstner, Referentin von Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne), am Dienstag (16.11.2021) im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Derzeit ist die Einrichtung in der Messehalle 1 untergebracht. Möglich wäre ein Umzug in eine andere Halle. In jedem Fall will die Stadt Platz schaffen für mehr als die 800 bis 1000 Impfungen, die dort zurzeit täglich durchgeführt werden. In den Gesprächen geht es um eine zusätzliche Impfstraße und um eine Erweiterung der Öffnungszeiten.

Frankfurt: Corona-Impfaktion in der B-Ebene soll ausgeweitet werden

Auch das Angebot an der Hauptwache möchte die Stadt Frankfurt ausbauen. Dort können sich Menschen derzeit montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 19 Uhr impfen lassen. Und schließlich spreche die Stadt auch mit den Krankenhäusern, um dort Impfungen anbieten zu können, sagte Gerstner.

Unterdessen ist auch Eintracht Frankfurt von einem Corona-Ausbruch betroffen – allerdings nicht die Bundesligamannschaft, sondern ein Team der Geschäftsstelle. Zehn Mitarbeiter:innen, vorwiegend aus der Marketingabteilung, haben sich offenbar während des Sportpresseballs in der Alten Oper am 6. November mit dem Virus infiziert. Alle waren doppelt geimpft, die Gala war eine 2G-Veranstaltung. Die Eintracht hat die Fälle gemeldet, zur Kontaktverfolgung ist das Gesundheitsamt eingeschaltet worden. Alle Beschäftigten sind umgehend ins Homeoffice geschickt worden.

Corona bei Eintracht Frankfurt: Ex-Profis infiziert

Unter den Erkrankten sind auch einige Ex-Profis, die als Markenbotschafter firmieren, sowie Eintracht-Justiziar Philipp Reschke und seine Familie. Allen geht es aber den Umständen entsprechend gut. Schwerwiegende Verläufe sind bisher ausgeblieben – der doppelten Impfung sei Dank. Die Gäste haben sich während der Gala vermutlich in der Eintracht-Lounge angesteckt, in der dicht an dicht gefeiert wurde. Zunächst hatte die Bild darüber berichtet.

Kontakte zur Profiabteilung habe keiner dieser Gruppe gehabt. „Mit der Mannschaft hatten die Mitarbeiter keine Berührung“, sagt Medienchef Jan Martin Strasheim. „Es gab keine Touchpoints mit den Spielern.“ Berichte, wonach die Erkrankungen Einfluss auf das ohnehin komplizierte Ticketing für die Spiele der Eintracht hätten, wies der Klub zurück. Alle Beschäftigten könnten ihrer Arbeit von zu Hause ebenso nachgehen, auch gebe es keine personellen Engpässe.

Corona in Frankfurt: Sportpresseball kein „Superspreader-Event“

Der Frankfurter Rundschau ist zumindest ein weiterer Fall einer Ansteckung bekannt, bei dem ein Zusammenhang mit dem Sportpresseball naheliegt. Zudem berichten mehrere Besucher:innen der Veranstaltung, dass sie nach dem Abend von ihrer Corona-Warn-App über Risikokontakte informiert worden seien.

Die Agentur Metropress, die den Sportpresseball organisiert hatte, wies den Begriff „Superspreader-Event“ am Dienstag entschieden zurück. Bisher seien 14 Gäste und Mitwirkende bekannt, die nach der Veranstaltung positiv getestet worden seien, sagte Organisationschef Jörg Müller. Das heiße aber nicht, dass sie sich auch an dem Abend angesteckt hätten. „Bei rund 1900 Menschen, die sich in der Alten Oper befunden haben, ist die Zahl der bekannt gewordenen Infektionen eher als außergewöhnlich niedrig zu bewerten“, erklärte der Sprecher des Medizinischen Beirates des Balls, der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin, Marco Campo dell’ Orto.

Mehrere hessische Kommunen führen unterdessen wegen der steigenden Corona-Zahlen wieder eine Maskenpflicht in der Schule während des Unterrichts am Platz ein: die Stadt und der Kreis Offenbach, der Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Hanau sowie die Stadt Frankfurt. Die verschärften Regeln gelten in diesen Kommunen ab diesem Donnerstag, in Frankfurt ab Freitag. (Ingo Durstewitz und Georg Leppert)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare