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Corona in Frankfurt: Mehr Spender mit Desinfektionsmittel

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Am Freitag beginnt auf dem Messegelände die Ambiente. Die Hygiene wird verstärkt.

Am Freitag beginnt in Frankfurt die Messe Ambiente. 664 Aussteller aus China haben sich angemeldet, davon vier aus Wuhan, wo das neuartige Coronavirus ausbrach. Wir beantworten Fragen zur Sicherheit der Besucher.

Sind die Veranstalter besorgt?

Nein, sagt Pressesprecher Erdmann Kilian. In der vergangenen Woche hätten Mitarbeiter des Gesundheitsamts bei einer Informationsveranstaltung gesagt, von dem neuartigen Coronavirus sei keine Gefährdung zu erwarten. In der Regel könne man sich nur anstecken, wenn erkennbare Symptome bestünden.

Haben Aussteller abgesagt?

Darüber sei nichts bekannt, sagt Kilian. Sollten Chinesen wegen der Quarantäne nicht kommen können, könnten die Firmen bei der Besetzung ihrer Stände immer noch auf ihr Personal in Europa zurückgreifen.

Welche Vorkehrungen gibt es für medizinische Notfälle?

Im „Operation und Security Center“ an der Südwestseite der Halle 4 befindet sich die „Medical Station“. Sie ähnelt der Notaufnahme in einem Krankenhaus. Es gibt Behandlungsräume, Ruheräume und einen komplett ausgestatteten Schockraum samt Ultraschallgerät, EKG und weiteren medizintechnischen Geräten für die Notfallversorgung. Bei großen Messen, wie zum Beispiel der Ambiente, stehen zusätzliche Ärzte und Sanitätskräfte bereit, die im Umgang mit Infektionskrankheiten geschult sind.

Wer koordiniert die Organisation in einem Notfall?

Die Leitstelle der Messe, die an 365 Tagen rund um die Uhr besetzt ist. Deren Personal wird bei Veranstaltungen von Polizei, Feuerwehr, Sicherheitsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz verstärkt. Die Messe steht auch in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden und setzt deren Empfehlungen und Anweisungen um.

Die größte Ansteckungsquelle sind Hände. Wie reagiert die Messe darauf?

Sie hat die Reinigung von stark frequentierten Bereichen verstärkt, wie Eingänge, Türgriffe oder Rolltreppenläufe. Auf dem Gelände gibt es zusätzliche Desinfektionsmittelspender. In den Ausstellungshallen sind Mitarbeiter der Rettungskräfte, an die sich Kunden und Besucher wenden können. Gleiches gilt für die Hostessen und das Sicherheitspersonal.

Zusammengestellt von Jutta Rippegather

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