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Coronavirus

Verschärfte Maskenpflicht in Frankfurt: Nicht jeder trägt FFP2- oder OP-Maske

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Seit Samstag gilt in Hessen die verschärfte Maskenpflicht. In Frankfurt halten sich die meisten daran, einige wenige haben von den neuen Regeln aber nichts mitbekommen.

  • In Hessen gilt seit Samstag (23.01.2021) zur Eindämmung des Coronavirus eine verschärfte Maskenpflicht.
  • Im öffentlichen Nahverkehr und Geschäften müssen FFP2-Masken oder OP-Masken getragen werden.
  • Doch nicht alle in der Frankfurter Innenstadt halten sich an die verschärfte Maskenpflicht.

Frankfurt – In Bahnen und Bussen ist das Tragen von medizinischen Masken Pflicht. Dieser Schriftzug leuchtet seit Samstag auf allen Anzeigetafeln der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und weist die Menschen auf die neue verschärften Regelungen im öffentlichen Nahverkehr hin. So auch an der Bus- und Straßenbahnhaltestelle an der Konstablerwache. „Das ist alles ein bisschen nervig, aber wenn es nötig ist, muss es halt sein“, sagt Manuela.

Die 29-Jährige hat die FFP2-Maske, die sie trägt, im Internet bestellt, denn in den Drogerien DM und Rossmann seien alle ausverkauft gewesen. Sie findet es gut, dass weiterhin die OP-Masken mit den Standards KN95/N95 getragen werden dürfen. „Meine Mutter hat Atemprobleme und mit diesen Masken ist es für sie einfacher als mit einer FFP2-Maske“, erklärt sie. Außerdem seien sie günstiger, sodass sie sich jede:r leisten könne.

Pasquale Davide findet die neuen Verschärfungen richtig.

Verschärfte Maskenpflicht in Frankfurt: Viele tragen FFP2- oder OP-Masken

Viele Frankfurter:innen tragen an der Konstablerwache bereits die FFP2- und OP-Masken, die im ÖPNV, in Geschäften und in Gottesdiensten ab sofort getragen werden müssen. Zum Start der neuen Corona-Regeln in Hessen hat die Polizei keine schwerwiegenden Verstöße dagegen registriert. Nur vereinzelt sind am Samstag noch Schals, die über Mund und Nase gezogen werden sowie Stoffmasken zu sehen. Zum Beispiel bei Roland, 57 Jahre.

An der Haltestelle Konstablerwache tragen fast alle die korrekte Masken.

Er steht vor dem Stand des Weinguts Heinstadt auf dem Wochenmarkt an der Konstablerwache und sagt, er habe gar nicht mitbekommen, dass die Regelung seit Samstag gelte. „Ich hoffe, dass ich von der Firma Masken gestellt bekomme.“ Er finde die neue Regelung nicht in Ordnung und empfindet es als große Einschränkung. „Wenn ich die Maske länger trage, kriege ich Kopfschmerzen“, erklärt er. Außerdem könne man die FFP2-Masken auch nicht unbegrenzt lange tragen. In der Tat sollen diese Masken nicht länger als 75 Minuten getragen werden.

Birgit Heinstadt, die Inhaberin des Weinstands, findet es schade, dass sie ihre Stoffmasken jetzt erst einmal zur Seite legen muss. „Wir müssen jetzt auf dem Markt auch die medizinischen Masken tragen“, erklärt sie. Einen großen Sinn sieht sie darin nicht. Sie habe aber schon immer ein „gemischtes Programm“ an Masken gehabt, sodass sie sich keine neuen kaufen müsste.

Verschärfte Maskenpflicht in Frankfurt: Nicht jeder trägt die vorgeschriebene FFP2- oder OP-Maske

Mit der Maskenpflicht in der Frankfurter Innenstadt nehmen es die allermeisten ernst. Nur einige wenige laufend essend und rauchend durch die Straßen oder tragen die Maske nur über dem Mund. Eine Frau ohne Maske berichtet an einem Käsestand der Verkäuferin, dass sie ein Attest habe, keine tragen zu müssen. „Manche wollen mich trotzdem nicht ins Geschäft lassen“, beklagt sie sich.

In den Drogerien der Berger Straße, gibt es am Samstag keine medizinische Masken zu kaufen.

In der U4 in Richtung Bornheim haben einige offenbar nichts von den neuen Regeln gehört und gelesen. Einige tragen Stoffmasken oder Halstücher über Mund und Nase. Ab Montag wird die VGF in Bus und Bahnen die korrekten Masken verteilen.

Kostenlose Einwegmasken verteilt auch die Inhaberin des Reformhauses Bornheim, Ulrike Schwab, an ihre Kundinnen und Kunden, die keine haben. „Heute sind wir noch ein bisschen lockerer. Ab Montag dann nicht mehr“, sagt Schwab. Alle Kundinnen und Kunden, die am Samstag eine Stoffmaske tragen, werden auf die neuen Regeln hingewiesen: „Es gibt einige, die ganz uneinsichtig und grantig sind“, erzählt die Geschäftsführerin. Manche wüssten es anscheinend noch nicht oder wollten es nicht gewusst haben. Und wenn alles erklären künftig nicht helfe, müsse sie die Polizei rufen. Das musste sie seit Beginn der Pandemie aber noch nie. Für ihre Mitarbeiter:innen hat sie OP- und FFP2-Masken schon früh zu Beginn der Pandemie besorgt. Wenngleich zu einem teuren Einkaufspreis.

Coronavirus: Frankfurter Bürger haben unterschiedliche Meinungen zu verschärfter Maskenpflicht

Pasquale Davide, der auf dem Bornheimer Wochenmarkt unterwegs ist, hat sich mit FFP2-Masken in der Apotheke eingedeckt. „Ich habe einen Gutschein von der Krankenkasse bekommen und sechs Stück abgeholt“, erzählt der 51-Jährige. Er sei schon einmal positiv auf das Coronavirus getestet worden und findet, dass die Regelverschärfung schon viel früher hätte kommen müssen. „Das einzige Problem ist, dass meine Brille beschlägt“, sagt Davide schmunzelnd. Das nimmt er für mehr Sicherheit aber gerne in Kauf.

Kaufen kann man in der Berger Straße FFP2- und OP-Masken in den Drogerien schon gar nicht mehr. Die Regale sind leer, nur die Stoffmasken liegen zuhauf herum. „Ab Dienstag bekommen wir die nächste Lieferung“, sagte eine Verkäuferin bei Rossmann. „Mal schauen, ob dann welche dabei sind.“ (Timur Tinç)

Rubriklistenbild: © Rolf Oeser

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