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Das Training muss wieder nach draußen verlegt werden.
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Das Training muss wieder nach draußen verlegt werden.

Frankfurt

Corona in Frankfurt: Fitnessstudios müssen schließen - mit einer Ausnahme

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Fast alle Clubs schließen ganz, Primetime-Fitness hingegen macht seinen Mitgliedern ein Outdoor-Angebot. Der Reha-Sport bleibt in ganz Hessen erlaubt

Frankfurt am Main - Ab dem heutigen Samstag sind die Türen von allen Fitnessstudios in Frankfurt wieder zu. So sieht es die bundesweite Notbremse vor, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten ist. „Wir haben schon geahnt, dass es so kommen wird, und unsere Mitglieder vorab informiert“, sagt Christophe Collinet, Chief Commercial Officer der Life-Fit-Group, zu der die Fitnessstudiokette Fitness First gehört.

Es sei extrem schade, da die Mitglieder das Angebot, seit März wieder trainieren zu können, sehr gut angenommen hätten. Und natürlich auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es wichtig.

Corona in Frankfurt: Fitness First in schließt die Türen

„Wir hoffen, dass es jetzt nicht zur Regel wird, dass die Studios öffnen, schließen, öffnen, schließen“, sagt Collinet. Das zerstöre das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der Mitgliedschaft. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie hat Fitness First, die in Frankfurt acht Studios betreiben, rund 20 Prozent Mitgliederschwund zu beklagen. Trotz aller Schwierigkeiten seien zuletzt einige Neuanmeldungen dazugekommen. Dabei wurden auch einige Flexibilitäten in die Verträge eingebaut – für den Fall von Zwangsschließungen. „Durch die Unplanbarkeit besteht die Gefahr, dass sich bei der nächsten Wiedereröffnung der Studios die Anzahl der Neuanmeldungen langsamer erholt als bislang“, befürchtet Collinet.

Corona in Frankfurt und Hessen: Fitnessstudios droht die Insolvenz

So geht es vielen Fitnessstudiobetreibern in Frankfurt und Hessen, die seit März unter strengen Auflagen wieder für ihre Mitglieder geöffnet hatten. Einigen droht die Insolvenz, weil das Neukundengeschäft ausbleibt, aber die laufenden Kosten wie Mieten auch während des zweiten Lockdowns schon weiterbestanden.

Holger Wessendorf meint, dass mit Anmeldungen zu bestimmten Trainingszeiten und einer Person auf 40 Quadratmeter Fläche sowie der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln das Training in den vergangenen Wochen gut geklappt habe. „Das hat auch die Mitglieder etwas befriedet“, sagt der Geschäftsführer der FTG Frankfurt. Er hofft, dass er nicht bis zum 30. Juni warten muss, um das Fitnessstudio zu öffnen, sondern die Inzidenzzahlen vor dem Auslaufen des Gesetzes sinken.

Corona in Frankfurt: Nutzung von Fitnessstudios nur mit Ausnahmeregelung möglich

Eine Ausnahme bildet der Rehasport. So bietet Kieser-Training ab heute ausschließlich medizinisch notwendige Leistungen an. Das gesundheitsorientierte Krafttraining, das viele ältere Leute in Anspruch nehmen, ist nicht möglich. „Zugelassen sind alle Kunden, welche über eine medizinische Verordnung ihres Arztes verfügen“, teilte Kieser-Training mit.

Rehasport bietet auch Primetime-Fitness an und wird darüber hinaus „in allen Clubs Outdoortraining anbieten“, sagt Geschäftsführer Henrik Gockel. Das hat die Fitnesskette mit sechs Studios bereits während des zweiten Lockdowns in Absprache mit dem Ordnungsamt so gehandhabt. Etwa auf der Bar Long Island Summer Lounge, auf dem Parkhaus Börse in Frankfurt. Es werden Trainingsstationen aufgebaut mit je drei Metern Abstand. Dann kann dort eine Person mit maximal einer weiteren aus einem anderen Haushalt trainieren.

„Das sind dann zwischen fünf und 15 Personen pro Zeitslot zwischen 6 und 21 Uhr“, sagt Gockel. Normalerweise hat das Studio bis 24 Uhr auf, aufgrund der Ausgangssperre, die ab heute in Kraft tritt, wird auch die Trainingszeit entsprechend verkürzt. „Wir können damit zwei Monate überbrücken“, sagt Gockel. Zumal er überzeugt ist, dass mit dem gesteigerten Impftempo und sinkenden Inzidenzzahlen eine normale Öffnung wieder möglich sein wird.

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