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Mitglieder der „Querdenken“-Bewegung wollen am Samstag in Frankfurt demonstrieren.
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Mitglieder der „Querdenken“-Bewegung wollen am kommenden Wochenende in Frankfurt demonstrieren.

Proteste in der Innenstadt

Corona-Demo in Frankfurt: „Querdenken 69“ hofft auf 10.000 Teilnehmer

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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Am Samstag (12.12.2020) will die Querdenken-Bewegung in Frankfurt gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung protestieren. Ein linkes Bündnis kündigt schon Gegendemos an.

  • Am Samstag (12.12.2020) wollen Querdenker in Frankfurt gegen die Corona-Politik demonstrieren.
  • Ob die Großdemonstration wie geplant stattfinden darf, ist noch offen.
  • Ein linkes Bündnis hat zu Gegendemonstrationen aufgerufen.

Frankfurt - Wenige Tage vor den geplanten Protesten der sogenannten Querdenken-Bewegung in Frankfurt gehen die Organisator:innen davon aus, dass 10.000 Menschen gegen die Corona-Auflagen demonstrieren werden. „Es ist aktuell noch nicht abzuschätzen, wie viele kommen werden“, sagte Joel Roux, ein Sprecher der Gruppe „Querdenken 69“, der Frankfurter Rundschau. Man sei aber zuversichtlich, dass die Zahl der Protestierenden fünfstellig werde, da sich bereits Teilnehmer:innen aus Bremen und Düsseldorf angekündigt hätten. Man habe ein Hygienekonzept und werde sich an alle Auflagen der Stadt Frankfurt halten, sagte Roux.

Corona-Demo in Frankfurt: Querdenken-Bewegung will Kundgebungen in der Innenstadt abhalten

„Querdenken 69“ mobilisiert für Samstag (12.12.2020) unter dem Motto „Wiege der Demokratie – Für Frieden und Freiheit“ nach Frankfurt. Von 12 Uhr an sind mehrere parallel laufende Kundgebungen in der Innenstadt angemeldet, ab 15 Uhr soll es einen Demozug geben. Als Redner ist unter anderen Michael Ballweg von der Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ angekündigt, zudem soll der frühere Eintracht-Verteidiger Thomas Berthold auftreten, der die Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen schon länger unterstützt. Die Proteste werden vor allem über das Netz beworben.

Bereits im November gab es in Frankfurt Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen Querdenker und Gegendemonstranten ein.

Die Stadt Frankfurt will die geplanten Proteste offenbar nicht einfach hinnehmen. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) sagte am Montagabend (07.12.2020) im Rechtsausschuss der Stadtverordnetenversammlung, er halte es für „äußerst unwahrscheinlich, dass diese Großdemonstration so stattfinden wird, wie sie angemeldet ist“. Am Dienstag (08.12.2020) werde er sich zu Details äußern, sagte Frank. „Ich werde alles dafür tun, dass diese krude Veranstaltung nicht möglich sein wird“, so der CDU-Politiker.

Querdenken-Bewegung: Stadt Frankfurt hat Kundgebung im November zunächst untersagt

Die Stadt Frankfurt hatte bereits im November eine Kundgebung von Querdenken 69 untersagt, das Verwaltungsgericht hatte das Verbot allerdings gekippt. In Bremen war am Wochenende das Verbot einer „Querdenken“-Demonstration dagegen sogar vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigt worden.

Das linke Bündnis „Aufklärung statt Verschwörungsideologien“, das seit dem Frühjahr gegen Proteste gegen die Corona-Auflagen mobilmacht, ruft derweil schon zu Gegenprotesten auf. „Querdenken“ sei eine rechte Bewegung, die unter dem Deckmantel der Kritik an der Corona-Politik „Hass, Hetze und Antisemitismus“ verbreiten wolle, so die Initiative. „Es gibt zwar eine Menge guter Gründe, gegen die staatliche Politik in der Corona-Pandemie zu demonstrieren“, sagte ein Sprecher. „Wer das jedoch als Anlass nimmt, um mit Nazis und Konsorten Unwahrheiten auf die Straße zu tragen, macht alles nur noch schlimmer.“

Corona in Frankfurt: Querdenken-Bewegung steht in der Kritik

Die „Querdenken“-Bewegung steht in der Kritik, weil Teilnehmer:innen sich dort immer wieder mit dem Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus vergleichen und Rechtsradikale an den Protesten teilnehmen. (Hanning Voigts)

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