1. Startseite
  2. Frankfurt

Deutlicher Anstieg in Frankfurt beunruhigt: Immer mehr Patienten auf Intensivstation

Erstellt:

Von: Steven Micksch

Kommentare

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt.
Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt. Frankfurts Gesundheitsdezernent Majer macht sich besonders um ältere Menschen Sorgen.

Frankfurt – Im jüngsten Sozial- und Gesundheitsausschuss am Donnerstagabend sprach Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) über die aktuelle Corona-Lage in der Stadt. Einige Entwicklungen in den zurückliegenden Tagen seien beunruhigend und würden einen negativen Trend zeichnen.

So gebe es einen deutlichen Anstieg bei den Fällen auf den Intensivstationen der Frankfurter Krankenhäuser. 252 der 293 gerade verfügbaren Intensivbetten waren belegt. 40 von Menschen, die mit Corona infiziert waren. 16 davon mussten beatmet werden.

Corona in Frankfurt: Anstieg bei besonders gefährdeten Altersgruppen

Kritisch sah Majer auch den Anstieg von Fällen in besonders gefährdeten Altersgruppen. Bei den 80- bis 89-Jährigen stiegen die Zahlen von 135 Fällen auf 214. Bei den Menschen über 90 Jahren hatten sich die Fälle mehr als verdoppelt (33 auf 74). „Das sind beunruhigende Zahlen.“

In diesem Zusammenhang steht auch die Entwicklung in den Altenpflegeheimen. In 39 von 50 Einrichtungen gebe es Fälle; 170 bei den Bewohner:innen und 130 beim Personal. Noch sei die Wocheninzidenz bei der Altersgruppe der 80-Jährigen und älter aber am niedrigsten. Bei den Fünf- bis 14-Jährigen sei der Wert mit 5592 in der vergangenen Woche am höchsten gewesen. Die Impfangebote werden auch künftig unvermindert bereitgestellt. Man erlebe aber einen Rückgang bei der Nachfrage. Mit der Eröffnung des zweiten Impfzentrums im Süden der Stadt (Sachsenhausen) am Montag wolle man die Schwelle für Anwohner:innen in den südlichen Stadtteilen senken und noch mehr unzureichend geimpfte Menschen erreichen.

Frankfurt: Forderung nach Nachbesserung bei Corona-Impfpflicht

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht für beispielsweise Altenpflegeeinrichtungen sieht Majer als große Herausforderung an. „Das wird uns noch sehr beschäftigen. Sie ist gut gemeint aber grottenschlecht gemacht.“ Ab 15. März soll die Pflicht gelten. Majer hofft, dass im Großen noch nachgebessert werden könne. In Frankfurt werde man versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten Verbesserungen vorzunehmen.

Die hessenweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts leicht gesunken. Sie lag bei 1674,3 (Vortag: 1684). Im Zusammenhang mit Covid-19 starben 18 weitere Menschen. Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 8944. Die Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben des Sozialministeriums bei 6,83 nach 6,7 am Vortag. (Steven Micksch/dpa)

Ein neuer PCR-Test aus Frankfurt erkennt Infektion und Variante.

Auch interessant

Kommentare